Andachten

Andacht

Andacht 06.12.2020

06. Dezember 2020 | Beate Strobel

Andacht 06.12.2020

Bildnachweis: Fraenzel / photocase.de

Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat.

„Bitte warten Sie einen Augenblick. Einer der nächsten freien Mitarbeiter ist gleich für Sie da.“ Wer kennt das nicht von einer sogenannten „Service-Hotline“? Ehrlich gesagt, ich bin erstaunt und erschrocken darüber, wie schwer mir das Warten in solchen Situationen fällt. Ich bin es auch einfach nicht gewohnt. Mein Alltag ist ziemlich durchorganisiert. Kaum ist ein Termin vorbei, kommt schon der nächste. Kommt mal eine Wartezeit dazwischen – an der Supermarktkasse oder an einer Haltestelle – weiß ich die Zeit gut zu überbrücken, dem Smartphone sei Dank. Ganz klar: Das reine Warten passt nicht in mein Leben. Warten ist verschwendete Lebenszeit, oder?
Ich habe letztens einen Selbstversuch gemacht: Kein Multitasking beim Warten, sondern einfach nur warten. Ich habe festgestellt, das kann richtig guttun! Es tut gut, bei der Sache zu bleiben, an nichts Anderes mehr zu denken als an das, worauf ich warte, und mir auszumalen, wie es sein wird. Dann merke ich, wie langsam die Vorfreude auf das Erwartete steigt. Und ich habe noch etwas festgestellt: Vertane Zeit ist das wirklich nicht. Im Gegenteil, ich habe viel mehr das Gefühl, ganz ruhig zu werden, im Hier und Jetzt zu sein, zu entspannen.
Warten tut gut. Eine Wartezeit kann eine richtig positive und wertvolle Zeit sein, eine Zeit voller Spannung und Vorfreude.
Wir Christen sind Spezialisten im Warten: Wir warten auf die Erfüllung von Gottes Versprechen der neuen Erde, in der es keine Ungerechtigkeit mehr gibt. Seit Jahrhunderten geben diese Worte Menschen in allen Lebenslagen neue Hoffnung; eine Hoffnung, die über alles im Leben und Sterben hinausgeht. Ich merke: Während des Wartens auf alles, was mit diesem Versprechen Gottes zu tun hat, fängt mein Leben an, sich zu verändern. Irgendwie erscheint mir alles sinnvoller, hoffnungsfroher und heller. Und mir wird klar: Es wäre ziemlich bescheuert, sich nicht über solche unverhofften Pausen zu freuen. Es tut einfach gut, ab und zu innezuhalten und an die großen Verheißungen Gottes zu denken, anstatt sich über Wartezeiten zu ärgern.
Warten kann richtig schön sein. Es bringt mich wieder näher zu mir selbst und zu Gott.

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