Andachten

Andacht

Andacht 12.12.2020

12. Dezember 2020 | Hartwig Lüpke

Andacht 12.12.2020

Bildnachweis: designritter / photocase.de

Doch immer wenn ich dachte: „Jetzt gerate ich ins Stolpern!“, dann stützte mich, Herr, deine Gnade. Als viele Sorgen mich quälten, erfüllte dein Trost mein Herz mit Freude.

Ein Pastor erzählte einmal, was er eines Morgens in der Straßenbahn erlebt hatte: Er saß neben einer alten Dame. Als der Kontrolleur sie nach ihrem Fahrschein fragte, schaute sie ihn an und sagte: „Ich habe keinen. Ich könnte Ihnen jetzt einfach sagen, dass der Fahrscheinautomat viel zu kompliziert ist. Ich könnte so tun, als wäre ich verwirrt oder dement. In Wirklichkeit aber habe ich einfach kein Geld mehr, jetzt am Ende des Monats. Und ich will doch unbedingt meine Enkelchen sehen. Da bin ich das Risiko eingegangen. Hier ist mein Ausweis. Schreiben Sie mich auf.“ Der Kontrolleur war völlig überrascht, ihm fehlten die Worte. Den Ausweis beachtete er nicht. Er drehte sich um, ging zum Automaten und zog einen Viererschein. „Gute Frau, dafür können Sie Ihre Enkel in dieser Woche zweimal sehen.“ Jetzt war die alte Dame sprachlos. Ihre Ehrlichkeit und ihr Mut, zu ihrer Misere zu stehen und keine Ausflüchte zu suchen, hatten ihr Güte eingebracht statt der gerechten Strafe.
Was sprach der Beter des 94. Psalms? Zwar bin ich gestrauchelt, aber deine Gnade, Herr, hielt mich. Ich hatte gerade mit Problemen und Sorgen zu kämpfen, aber dein Trost machte mich wieder froh. Zwar gab es mein Straucheln, aber auch deine unerwartete Großherzigkeit und Freundlichkeit. Zwar gab es Sorgen und Kummer, aber du spendetest Trost und schenktest damit neue Hoffnung und Freude.
Ich bewundere Gott. Ich liebe ihn. Ich bin tief berührt von seiner Güte. Wie lieb muss er uns haben, wenn er unserem ständigen, oft selbst verschuldeten Zwar immer wieder neu sein Aber entgegensetzt. Dieses göttlich-liebende Aber ist schon vielen zugutegekommen. Die Ehebrecherin erfuhr es und wurde innerlich heil. Unbeherrschte und Angeber wie Johannes, Jakobus und Petrus wurden vollkommen verändert. Kleingläubige und Zweifler wurden Zeugen göttlicher Gnade. Ihr Straucheln hat Jesus mit Barmherzigkeit beantwortet, ihre Sorgen mit seinem Nahesein – welch ein Trost!
Wir dürfen heute auf Gottes Güte gespannt sein, mit der er uns beschenkt und segnet.

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