Andachten

Andacht

Anfacht 23.12.2020

23. Dezember 2020 | Alexander K.

Anfacht 23.12.2020

Bildnachweis: cydonna / photocase.de

Sie betraten das Haus, wo sie das Kind mit seiner Mutter Maria fanden, fielen vor ihm nieder und ehrten es wie einen König. Dann packten sie ihre Schätze aus und beschenkten das Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Als ich diese Geschichte zuletzt aus einer Kinderbibel vorlas, geriet ich ins Nachdenken. Ein paar sehr gebildete Männer beobachten den Sternenhimmel ganz genau und sind der festen Überzeugung, dass etwas Außergewöhnliches passiert sein muss. Ohne die Details zu kennen, machen sie sich auf den langen und beschwerlichen Weg in ein fremdes Land. Keine ungefährliche Reise, nicht nur wegen der teuren Geschenke, die sie mitführten. Machen kluge und gebildete Menschen so etwas Unvernünftiges?
Doch damit nicht genug. Sie treten mit solch einer Überzeugung auf, dass Herodes sie nicht als Spinner abtut. Er lässt selbst nachforschen und gelangt zu der Überzeugung, dass da tatsächlich ein zukünftiger König und Rivale das Licht der Welt erblickt haben könnte. Woher nahmen diese „Ungläubigen“ – sie gehörten ja nicht zum auserwählten Volk – nur ihre Gewissheit? Als sie schließlich ans Ziel ihrer Reise kamen, dem König ihre Ehrerbietung zeigten und die wertvollen Geschenke überreichten, reisen sie schon wieder ab. Lohnte sich das?
Wir können es drehen und wenden, wie wir möchten, es ergibt – menschlich gesehen – keinen Sinn. Der zeitliche und finanzielle Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Zweck, ja, ein konkreter Nutzen ist für sie nicht einmal ersichtlich. Ich fürchte, ich hätte das Zeichen am Himmel als Anomalie abgetan, die Reise als zu aufwendig und den Besuch für zu unwichtig erklärt.
Als Jesus, Schöpfer, Sohn Gottes und ewiger König, auf die Erde kam, haben die meisten Menschen ihm keine Beachtung geschenkt, geschweige denn ihn willkommen geheißen. Nur ein paar registrierten es überhaupt. Ihre Reaktionen waren jedoch geprägt von Ehrfurcht, Respekt und Dankbarkeit.
Wenn wir 2.000 Jahre später die Geburt Jesu feiern, sollten wir nicht nur ein süßes Baby vor Augen haben. Die Haltung der wenigen Besucher an der Krippe darf auch uns anstecken und ein wenig ins Nachdenken bringen, wie wir ihn heute noch ehren und wertschätzen können. Egal wie unsinnig das für den Rest der Welt erscheinen mag.

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