Andachten

Andacht

Andacht 24.12.2020

24. Dezember 2020 | Roland E. Fischer

Andacht 24.12.2020

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten … Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf. Matthäus 2,1–2.10–11

Der amerikanische Schriftsteller T. S. Eliot veröffentlichte 1927 ein Gedicht mit dem Titel The Journey of the Magi (Die Reise der Magier). Darin schreibt er mit emotionaler Sprache über die Reise der Weisen aus dem Osten nach Bethlehem. Rückblickend beschreibt einer der Weisen die Strapazen der langen Reise sowie die Freude am Ziel und stellt die Frage: „Haben wir Geburt oder Tod erlebt?“ Die Antwort lautet: „Diese Geburt war ein harter und bitterer Schmerz für uns wie ein Tod, unser Tod.“
Diese Männer beeindrucken mich: Sie haben ein Ziel und setzen alles dafür ein. Sie machen sich auf einen langen und beschwerlichen Weg, denn das Ziel ist klar: der neugeborene König der Juden. Über Hindernisse und Umwege hinweg gelangen sie schließlich zu ihm. Welche Ziele verfolgen wir in diesem Jahr und was ist unser Lebensziel? Ist Jesus Christus das höchste Ziel für uns? Ist es all unseren Einsatz wert?
Als die Magier das Kind finden, beten sie es an und machen ihm Geschenke. Ausländische Würdenträger sind also die Ersten, von denen uns berichtet wird, dass sie Jesus anbeten. Sie huldigen dem Kind als König, das heißt, sie sehen den geweissagten König in dem Kind, erkennen vielleicht schon seine Göttlichkeit.
Wenn wir Jesus Christus als unseren Herrn und König angenommen haben, dann beten wir ihn an – und wir geben ihm Geschenke: Geld und Zeit, Talente und Fähigkeiten, Kraft und Engagement.
Aber es bewirkt noch mehr: Die Begegnung mit dem Kind verändert die Weisen, was im biblischen Bericht nur angedeutet ist. Eliot drückt das in seinem Gedicht so aus: Ihr altes Leben und ihre alten Götter konnten sie nicht mehr zufriedenstellen, alldem waren sie gestorben. Sie hatten eine Geburt erlebt – auch ihre eigene?
Die Begegnung mit Jesus Christus verändert auch uns, wir erleben eine Geburt: unsere Neugeburt.

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