Andachten

Andacht

Andacht 25.12.2020

25. Dezember 2020 | Manfred Böttcher

Andacht 25.12.2020

Bildnachweis: luh / photocase.de

Maria aber bewahrte all das Gehörte in ihrem Herzen und dachte viel darüber nach.

Wenn ich ein Sachbuch kaufen will, sehe ich mir zuerst den Klappentext oder die Informationen an, die auf der Umschlagseite des Buches stehen. Dann interessieren mich Inhaltsverzeichnis und Erscheinungsjahr, denn ich möchte wissen, ob ich mit aktuellen Informationen rechnen kann. Mit der Bibel kann ich so nicht verfahren. Die Bibel will nicht nur Wissen vermitteln, sondern sie zielt vor allem auf eine Beziehung ab, nämlich die Beziehung zwischen Gott und Mensch.
Das fällt beispielsweise im biblischen Bericht über die Geburt Jesu auf, sprich die Menschwerdung des Sohnes Gottes. Das Einzige, was in diesem Bericht von Maria erwähnt wird, steht im heutigen Bibeltext: Sie bewahrte das Gehörte in ihrem Herzen und dachte viel darüber nach. Maria hatte in der Geburtsnacht weder die Botschaft des Engels noch den Lobpreischor der Engel gehört. Sie erfuhr nur das, was die Hirten ihr davon berichteten. Es war jedoch für Maria die Bestätigung dessen, was der Engel ihr neun Monate zuvor bei der Ankündigung ihrer Schwangerschaft mitgeteilt hatte.
Entscheidend wurde für Maria, dass sie das Gehörte in ihrem Herzen bewahrte und viel darüber nachdachte. Das wird deutlich bestätigt durch die hier verwendete grammatische Form im griechischen Urtext, die besagt: Sie hat es wieder und wieder getan. Nur im Behalten und Nachdenken kann für jeden Einzelnen das Wort Gottes zu seinem „Eigentum“ werden. Achte also darauf, dass du die Bibel zuerst als eine Botschaft Gottes aufnimmst. Martin Luther schrieb aus seiner persönlichen Erfahrung: „In der Bibel redet Gott selbst mit uns, wie ein Mensch mit seinem Freunde.“ Für ihn enthielt die Bibel nicht bloße „Leseworte“, sondern „Lebeworte“. Ellen White drückte es so aus: „Wenn du Gottes Wort studierst, lege deine vorgefassten Meinungen und die ererbten und erworbenen Ideen ab, bevor du beginnst … wende dich in Demut zu Gott, damit du hören kannst, was er dir zu sagen hat.“ (The Youth’s Instructor, 24. Juli 1902)
Ich wünsche dir und mir nicht nur allezeit ein rechtes Hören auf Gottes Wort, sondern vielmehr, dass wir Gottes Wort im Herzen bewahren und immer wieder darüber nachdenken.

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