Andachten

Andacht

Andacht 27.12.2020

27. Dezember 2020 | Elí Diez-Prida

Andacht 27.12.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Er [der menschgewordene Gott] kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Kaum sind die Weihnachtsfeiertage vorbei, beginnt schon die Geschenkeumtauschaktion: Ein Artikel gefällt nicht, passt nicht, entspricht nicht den Erwartungen … In diesem Zusammenhang fällt mir die Ausgabe eines Wochenmagazins (Der Spiegel 50/2017) ein, in der es darum ging, wie der Onlinehandel unser Leben revolutioniert. Die Titelgeschichte dieser Ausgabe trug den Namen „Das gelieferte Fest“ und war mit einem gelungenen Bild illustriert: Josef und Maria betrachten ratlos das Baby, das ihnen aus einem Karton des weltweit größten Online-Versandhändlers die Ärmchen entgegenstreckt. Sprechblasen verraten, was den überrascht wirkenden Eltern durch den Kopf geht. Josef: „Das habe ich nicht bestellt.“ Maria: „Können wir ihn umtauschen?“
Wie sehr trifft das alles auf Jesus Christus zu, Gottes „Weihnachtsgeschenk“ an die Menschheit, doch zuallererst an sein Volk, aber „die Seinen nahmen ihn nicht auf“? Das war nicht der Messias, mit dem sie gerechnet hatten! Selbst der Bußprediger Johannes, der Jesus getauft hatte, bekam Zweifel und ließ ihn fragen: „Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?“ (Lk 7,20) Und zwei Schüler Jesu formulierten so ihre Enttäuschung: „Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde.“ (Lk 24,21) Es gab vieles, was den Menschen an Jesus nicht passte: seine Herkunft, die Kreise, in denen er verkehrte, oder die Mitarbeiter, die er sich aussuchte. Vor allem aber störten sie sich an vielen seiner Reden: „Was er da redet, geht zu weit! So etwas kann man nicht mit anhören!“ (Joh 6,60 GNB)
Jesus Christus umtauschen? Ausgeschlossen! Wer könnte uns besser als er zeigen, wie Gott, der Vater, wirklich ist? Wer sollte seinen Platz am Kreuz für ihn einnehmen? Wer käme infrage, stellvertretend die Schuld der ganzen Menschheit auf sich zu nehmen?
Welche Erwartungen haben wir an Gottes größtes Geschenk? Dass er so ist, handelt und redet wie wir? Dann wäre Jesus nur ein Mensch! Aber er ist zugleich Gott und darum sind seine Gedanken viel höher als unsere, seine Pläne vielversprechender, seine Versprechen absolut zuverlässig und die Zukunft, die er für uns vorbereitet, größer und schöner, als wir sie uns jemals erträumen könnten. Gottes Geschenk an uns ist durch nichts und niemanden zu überbieten!

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