Andachten

Andacht

Andacht 28.12.2020

28. Dezember 2020 | Friedhelm Klingeberg

Andacht 28.12.2020

Bildnachweis: nild / photocase.de

Sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen.

„Lieber Herr Klingeberg, wer hat eigentlich Gott erschaffen? Wo kommt er her?“ Da stutzt selbst der erfahrene Seelsorger und kommt ins Grübeln. Aber irgendwie ist die Frage durchaus verständlich. Da wir in einer vergänglichen Welt leben, die von Anfang und Ende bestimmt wird, meinen manche Menschen, dass auch Gott einen Anfang gehabt haben müsse, wenn es ihn geben sollte. Doch Gott ist ganz anders. Deshalb spricht die Bibel von ihm als dem Einen, den aller Himmel Himmel nicht zu fassen vermögen, weil er über Zeit und Raum steht. Er ist nicht an die Grenzen unserer Dimensionen und unserer Vorstellungskraft gebunden und besteht nicht aus der vergänglichen Materie wie wir, sondern er ist „der Erste und der Letzte und der Lebendige“ (Offb 1,17–18). Deshalb stellt sich der Schöpfer seinem Diener Mose auch unter dem Namen vor: „Ich werde sein, der ich sein werde“ (2 Mo 3,14) oder „Ich bin, der ich bin“ (EB). In beiden Formulierungen sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einer Wendung eingeschlossen und bringen Gottes ewige Existenz zum Ausdruck – ohne Anfang, ohne Ende und unvergänglich.
Der Einzige, der uns helfen kann, ein kleines Stück dieser Unfassbarkeit zu begreifen, ist Jesus Christus, der im Gespräch mit seinen Gegnern eben genau diese Formulierung verwendete: „Ehe Abraham wurde, bin ich. Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen.“ (Joh 8,58–59) Warum taten sie das? Weil sie erkannten, dass Jesus genau die Formulierung gebrauchte, die auch der Vater gegenüber Mose gebraucht hatte, als der den Allmächtigen nach seinem Namen fragte. Und Jesus sagt ganz klar: „Ich und der Vater sind eins.“ (Joh 10,30)
Unser begrenzter menschlicher Verstand wird Gottes Ewigkeit und Unvergänglichkeit niemals wirklich fassen können. Wir können nur staunen und danken, dass dieser ewige, allmächtige Schöpfergott, der buchstäblich das ganze Universum in seinen Händen hält, auch uns beide, dich und mich, auf der Rechnung hat. Deshalb können wir ihm voller Freude und Zuversicht unser Leben anvertrauen. Genau dazu möchte ich dich heute von Herzen ermutigen.

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