Andachten

Andacht

Andacht 30.12.2020

30. Dezember 2020 | Günter Schlicke

Andacht 30.12.2020

Bildnachweis: froodmat / photocase.de

Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch scheinen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat! So auch ihr: Von außen scheint ihr vor den Menschen gerecht, aber innen seid ihr voller Heuchelei und missachtet das Gesetz.

Vor einigen Jahren kauften wir ein Buch von Johanna Spyri, das eine unserer Enkelinnen bekommen sollte. Als wir später die Schutzfolie entfernten, zeigte sich, dass der Inhalt ganz anders war als auf dem Einband abgedruckt. Wir waren natürlich enttäuscht.
Viel schlimmer aber ist es, wenn Menschen durch perfektes Verhalten imponieren wollen und sich später herausstellt, alles war nur „fromme Schau“.
Deshalb kritisierte Jesus die religiösen Leiter seiner Zeit, deren Lehren und Leben meilenweit auseinanderklafften. Während Jesus sie als Leiter ausdrücklich anerkannte, warnte er gleichzeitig, ihrem Beispiel zu folgen (Mt 23,2–4). So gaben sie sogar den Zehnten von Küchenkräutern wie Minze, Dill und Kümmel; aber sie scheuten sich nicht, Witwen und Alte um ihren Besitz zu bringen (Mk 12,40). Damit trennten sie sich selbst von Gott und verhinderten womöglich, dass andere Gott vertrauten und ihm nachfolgten.
Welches Bild vermitteln wir den Kindern und Jugendlichen, unseren Arbeitskollegen und Nachbarn von Gott? Sehen sie in uns Christen, die trotz ihrer Fehler dankbare, frohe und Mut machende Menschen sind? Oder gleichen wir schrulligen „Heiligen“, in deren Nähe sich keiner freuen kann und wohlfühlt? Auch wenn wir gesund essen, die Rocklänge angemessen ist und der Sabbat minutengenau eingehalten wird (was nicht grundsätzlich falsch ist!), dürfen wir dabei die inneren Bedürfnisse der Menschen nicht vergessen. Sie schauen nicht darauf, was wir nach außen zeigen, sondern wie wir uns verhalten.
Wenn uns bewusst wird, dass wir andere wegen ihrer Essgewohnheiten, ihrer Kleidung oder Lebensart kritisieren und unsere eigenen Werte lieblos, rechthaberisch und verbissen verteidigen, dürfen wir Jesus bitten, uns durch seinen Heiligen Geist zu verändern. Er verwandelte selbst den fanatischen, aber aufrichtigen Paulus in einen Apostel, weil ihn die Liebe trieb (2 Kor 5,14). Auch uns gilt die Zusage: „Er lässt es den Aufrichtigen gelingen.“ (Spr 2,7) Das macht Mut.

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