Andachten

Andacht

Andacht 31.12.2020

31. Dezember 2020 | Albrecht Höschele

Andacht 31.12.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ich gedenke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände. Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land.

Früher war alles besser, denkt mancher schnell, wenn das Heute trostlos scheint. Manche Älteren haben die Fähigkeit, die Zukunft auszublenden und die Vergangenheit zu verklären. Vielleicht hängt dies auch mit dem Kurz- und Langzeitgedächtnis zusammen. Wie sehe ich aber mein Leben, wenn sich meine Träume nur noch mit dem beschäftigen, was einmal war? Oder müssen wir nicht auch zur Kenntnis nehmen, dass alles um uns herum dem Wandel unterworfen ist?
David zeigt, wie aus der Vergangenheit Hoffnung für die Zukunft erwächst. Darin ist er uns Gläubigen ein Vorbild. Er kennt die Situationen des Lebens, und entsprechend sind seine Psalmen teils mit Klage gefüllt, vermutlich angetrieben von der Sehnsucht, es möge wieder so sein wie zu „uralten Zeiten“ (Ps 77,6).
Dabei entflieht David jedoch nicht der Gegenwart. Während er über die Taten Gottes und seiner Hände Werk nachdenkt, ja manchmal auch des Lobes voll darüber ist, nimmt er auch seine jetzige Situation mit offenen Armen aus dessen Hand, egal wie schwer die Lage mitunter sein mag.
Und das passiert nicht automatisch, sondern ist ein Willensakt – sowohl für den Psalmisten als auch für uns heute. Ob wir jeden Abend Tagesrückblick halten oder zum Beispiel an Silvester das vergangene Jahr betrachten – wir brauchen es, das Erinnern an Gottes Güte in unser Leben einzubauen. Nicht weil „früher alles besser war“, sondern weil früher derselbe Gott an unserer Seite stand, der heute auch noch ist und morgen sein wird. Und wenn „meine Seele nach Gott dürstet“, darf ich auch zu Recht auf die Erfüllung all dessen hoffen, was mir bisher noch verwehrt war.
Weil Gott durch Jesus Christus – neutestamentlich ausgedrückt – „gestern, heute und in Ewigkeit“ existiert, bleibe ich nicht „wie ein dürres Land“; ich lege mein weiteres Leben in seine Hände und bitte voller Zuversicht: Herr, „tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir“ (Ps 143,8).

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