Andachten

Andacht

Andacht 01.01.2021

01. Januar 2021 | Jessica Schultka

Andacht 01.01.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

… erlöse uns von dem Bösen.

Dieses Jahresmotto hat sich die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland für 2020 gesetzt. Um ehrlich zu sein, eine etwas kantige Art, in das neue Jahr zu starten. Viel lieber beschäftigen wir uns mit guten Vorsätzen, dem Jahresurlaub, oder mit anderen Plänen und Zielen, die wir erreichen wollen. Mit der Bitte im Vaterunser, uns von dem Bösen zu erlösen, geht der Fokus automatisch in eine andere Richtung. Wir lenken den Blick weg von den vergangenen Feiertagen, von der kuscheligen Atmosphäre vor Baum und Kamin und blicken in die Realität unserer Welt. Denn da ist es, das Böse: Hass und Gewalt, aber auch Unglücke und Katastrophen. In dieser Bitte formulieren wir unsere Weltängste und legen sie Gott vor. Und dann ist da noch das Böse, das in uns verborgen ist: auch hier gibt es Hass, Gleichgültigkeit und Neid. Ängste, die uns lähmen und alles um uns herum düster erscheinen lassen. Wir bitten Gott, uns von unserer Blindheit uns selbst gegenüber zu befreien und uns zu erlösen. Diese Bitte birgt den Wunsch und Willen, dass Gott in unser Leben eingreift: „Dein ist das Reich, und die Macht“. Wo Gottes Geist Raum gewinnt, da wird es hell, da bekommen Menschen Hoffnung, wir werden großzügig und fangen an, aufzuatmen. Das ist die geheimnisvolle Macht des Heiligen Geistes, der uns versprochen ist und der in uns Raum gewinnen möchte. Wir leben in einem Zwiespalt zwischen diesen Welten. Deshalb ist die Bitte, uns vom Bösen zu erlösen, so tagesaktuell, dass wir sie an jedem Tag aussprechen könnten. Martin Luther hat 1539 das Vaterunser zu einem Lied vertont und darin die Bitte so interpretiert:

Führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geist anficht, zur linken und zur rechten Hand hilf uns tun starken Widerstand, im Glauben fest und wohlgerüst und durch des heilgen Geistes Trost.

Den Beistand des Heiligen Geistes haben wir dringend nötig. Er ermutigt uns, wenn unsere Ängste und Zweifel überhand nehmen, er führt uns zurück zur Liebe Gottes, wenn es in uns dunkel aussieht, und hält die Hoffnung auf die Vollendung seines Reiches wach, in dem das Böse keinen Platz mehr hat. So gibt er uns die Kraft, ein Stück davon bereits jetzt Wirklichkeit werden zu lassen.

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UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

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