Andachten

Andacht

Andacht 06.01.2021

06. Januar 2021 | Udo Worschech

Andacht 06.01.2021

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Im Traum befahl ihnen Gott, nicht mehr zu Herodes zurückzugehen. Deshalb wählten
sie für ihre Heimreise einen anderen Weg.

Die jüdischen Weisen aus dem Morgenland waren aufgebrochen, um dem Stern ihrer inneren Sehnsucht nachzufolgen (nach 4 Mo 24,17). Sie vertrauten der Prophetie, dass die dringend notwendige Zeitenwende durch den neugeborenen König der Juden kommen würde. Doch irgendwann kamen sie an einen Punkt, an dem sie ihrem gängigen, vermeintlich sicheren Wissen mehr Glauben schenkten als dem Stern. Das sagte ihnen: Dieser König kann nur im Königshaus des Herodes in Jerusalem zu finden sein. So verlangt es die Tradition! Aber das war ein Irrtum. Die Nutzung von Erfahrung und Tradition, von eigenem und fremdem Wissen ist sehr zu empfehlen, doch wofür wird all dies eingesetzt? Herodes wollte es für die Sicherung der eigenen Macht und zur Vernichtung von möglichen Rivalen nutzen. Den Weisen aber half ihr durch Herodes und dessen Berater gewonnenes Wissen, um dem Stern ihrer Sehnsucht erneut zu folgen. Als sie dann in dem Städtchen Bethlehem dem neuen König begegneten, gab Gott ihnen eine Gewissheit in ihr Herz und für sie war plötzlich klar: Wir dürfen nicht mehr in den Bannkreis des Herodes und seines Hofstaates zurückkehren. Dieses Kind widerlegt eindeutig die These, dass immer nur der Mächtige Recht hat und sich durchsetzt. Das gilt auch heute. Staatsmänner in Ost und West, in Nord und Süd, einflussreiche Unternehmen wie Google und Microsoft, und all die Machthabenden dieser Welt – wie sie auch heißen – werden nicht das letzte Wort haben. Zu dieser Einsicht führt der Stern der Hoffnung! Zugegeben, manchmal ist dies eine Hoffnung wider alle Hoffnung, aber letztlich schützt sie unser Leben vor Irrwegen und falschem Vertrauen. Im Blick auf diesen Stern gilt es immer wieder unsere privaten, politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wege zu prüfen – notfalls auch zu korrigieren. Darum sind die ersten Christen, die Anhänger dieses neuen Königs, wie die Weisen aus dem Morgenland einen „neuen und lebendigen Weg“ gegangen. (nach Hebr 10,20) 

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