Andachten

Andacht

Andacht 12.01.2021

12. Januar 2021 | Manfred Böttcher

Andacht 12.01.2021

Bildnachweis: cw-design / photocase.de

Geh aus deinem Vaterland … in ein Land, das ich dir zeigen will.

Mit diesem Kapitelanfang beginnt ein entscheidender Abschnitt der Heilsgeschichte Gottes. Im Mittelpunkt steht Abraham. Was von ihm berichtet wird, ist beispielhaft für alle, die sich von Gott (be)rufen lassen. Die Bibel gibt keine Erklärung dafür, warum Gott Abraham erwählt hatte. Alles begann jedoch mit diesem Ruf. Abraham sollte sich aus den Bindungen seines bisherigen Lebens lösen: der Vertrautheit der Heimat, dem Schutz der Sippe, der Geborgenheit in der Familie. All das, was ihm bislang Ordnung und Halt gewährt hatte, sollte er hinter sich lassen und in ein Land ziehen, dessen Name ihm nicht einmal genannt wurde. Weitaus mehr als uns heute, galt damals dem Menschen die Fremde als das Unbekannte, das Angst machte. Trotzdem folgte Abraham dem Ruf und machte sich auf, gemeinsam mit seiner Frau Sara, seinem Neffen Lot und allen, die zu ihm gehörten. Als er nach Kanaan kam, ließ sich keine Spur der göttlichen Verheißung erkennen. Die Gegend war besiedelt und die Bewohner standen ihm wenig freundlich gegenüber. Doch Gott erneuerte seine Verheißung und Abraham glaubte ihm und baute zum Zeichen dafür einen Altar. In der Folge musste er auf dem Weg durch das Land Kanaan noch manche Prüfungen bestehen und Fehlschläge hinnehmen. Er war kein makelloser Glaubensheld, sondern zuweilen ängstlich und er zeigte manche menschliche Schwäche. Dennoch hielt er sich in allen Wechselfällen des Lebens immer wieder an Gott. Zwar konnte er bis zu seinem Tod die Erfüllung der Verheißung Gottes nicht erleben, dennoch gab es für ihn keinen Zweifel: Ich gehöre zu Gott. Er wurde zum Vater aller Glaubenden. Selbst wenn wir versagt haben, besteht kein Anlass, sich entmutigen zu lassen. Es kommt nur darauf an, sich wie Abraham weiterhin fest an Gott zu halten und niemals aufzugeben. Was Paulus später über ihn sagte, soll auch unser Leben bestimmen. „Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wusste aufs Allergewisseste: was Gott verheißt, das kann er auch tun“. (Röm 4,20–21) Wer im Glauben festhält an Gott, kann gewiss sein, dass es ihm gelohnt und er Bürger der zukünftigen Stadt Gottes sein wird.

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