Andachten

Andacht

Andacht 19.01.2021

19. Januar 2021 | Joachim Hildebrandt

Andacht 19.01.2021

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen!

Kürzlich fragte mich ein Bruder, was es nach diesem Text bedeutet, Gott zu fürchten. Meint es die Angst vor dem Gericht oder die Ehrfurcht vor Gott? Wirft man einen Blick in die Wortkonkordanz füllt der Begriff „fürchten“ ganze zweieinhalb Seiten – der Großteil bezieht sich auf das Alte Testament. Das Verb „fürchten“ taucht erstmalig in einem Gespräch zwischen Gott und Adam im Paradies auf. Auf Gottes Frage, wo Adam sei, antwortet dieser: „Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.“ (1 Mo 3,10) Diese Art der Furcht – Angst vor Gott zu haben – ist eine Folge des Sündenfalls. Jedem Juden war aber eine andere Bedeutung von Furcht vertraut: „Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN … dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele.“ (5 Mo 10,12) Diese Furcht ist auch in 1. Mose 22 beschrieben: „Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich! Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast… und opfere ihn zum Brandopfer.“ (V. 1.2) In Israel gab es aber keine Menschenopfer, sodass die Forderung Gottes absurd erschien. Zudem hatte Gott Abraham bei seiner Berufung offenbart, dass er ihn zu einem großen Volk machen wolle. Die Worte Gottes schienen also sowohl den Opferritualen als auch seinen Verheißungen entgegenzustehen. Dennoch forderte Abraham weder Erklärungen, noch diskutierte er. Der Bericht in 2. Mose 22,3–10 schildert, wie er widerspruchslos tut, was Gott ihm sagt. Erst im letzten Augenblick hält ihn ein Engel davon ab, seinen einzigen Sohn zu opfern. Gott fürchten, heißt demnach: Gott vertrauen, auch wenn wir seine Wege mit uns nicht verstehen. „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR.“ (Jes 55,8) „Fürchtet Gott“ finden wir nur einmal in der Offenbarung, und das mit der derselben Bedeutung wie in 1. Mose 22: Gott bedingungslos zu vertrauen.

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