Andachten

Andacht

Andacht 22.01.2021

22. Januar 2021 | Nicole Günther

Andacht 22.01.2021

Bildnachweis: cydonna / photocase.de

Die Tür dreht sich in der Angel – und der Faule in seinem Bett!

Ich schaue aus dem Fenster und beobachte wieder einmal erstaunt, fasziniert und auch amüsiert, wie ein Auto mehrfach hin und her, vorwärts und wieder zurück fährt, um schließlich an der gewünschten Position anzukommen – dem gelben Briefkasten. Das Fenster wird heruntergekurbelt und jemand zwängt sich ziemlich umständlich hindurch, um seine Fracht, ein kleines Briefchen, loszuwerden. Immer wieder bin ich irritiert darüber, dass viele Menschen diese Mühen in Kauf nehmen, nur um nicht aus dem Wagen aussteigen zu müssen, womit sie ihr Ziel viel schneller erreichen würden. Dahinter kann nur Faulheit und Bequemlichkeit stecken! Doch halt, ich merke schuldbewusst, wie ich über diese Menschen urteile. Faulheit ist bequem und Bequemlichkeit ist eine angenehme Haltung, die das Leben erleichtert. Man muss sich nicht anstrengen und sie hilft uns dabei, unliebsame Dinge zu umgehen. Es ist nichts Verwerfliches daran, wenn man sich das Leben so eingerichtet hat, dass es einem gut geht und ich bin überzeugt, dass wir es uns gut gehen lassen dürfen. Doch habe ich es mir in meiner Komfortzone nicht manchmal doch etwas zu gemütlich eingerichtet? Ich stelle mir die Frage, in welchen Bereichen meines Lebens ich eigentlich faul und bequem geworden bin und erschrecke vor mir selbst. Zugegeben, es fällt mir leichter, mich in Gesprächen von gängigen Themen mitreißen zu lassen, anstatt sie inhaltlich auf den Glauben oder Gott zu lenken. Es könnten ja vielleicht Fragen aufkommen, auf die ich keine Antworten habe und mich dann unglaubwürdig wirken lassen. Zugegeben, abends finde ich es entspannter, den Fernseher oder Laptop anzuschalten, anstatt in der Bibel zu lesen. Zugegeben, beim Gebetsabend war ich schon länger nicht mehr. Es ist bequemer, zu Hause zu bleiben, dabei fühle ich mich jedes Mal so bereichert, wenn ich dort war. Durch Bequemlichkeit beraube ich mich um viele wunderbare Momente des Lebens. Ich bin überzeugt, dass viel Segen darauf liegt, wenn wir sie überwinden und uns nicht nur um uns selbst oder faul im Bett drehen. Ich wünsche uns allen den Mut, uns von Gott unsere zu bequemen Lebensbereiche zeigen zu lassen, um gemeinsam mit ihm voller Elan und Leidenschaft sein Reich bereits hier zu erbauen.

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