Andachten

Andacht

Andacht 23.01.2021

23. Januar 2021 | Ingrid Naumann

Andacht 23.01.2021

Bildnachweis: m.voigt.1982 / photocase.de

Wir haben weder eure Anerkennung gesucht noch die anderer Menschen. Als Apostel
des Christus hätten wir durchaus das Recht gehabt, etwas von euch zu verlangen, aber wir
waren bei euch so sanft wie eine Mutter, die ihre Kinder nährt und umsorgt. Wir haben
euch so sehr geliebt, dass wir euch nicht nur Gottes gute Botschaft brachten, sondern auch
unser eigenes Leben mit euch geteilt haben.

Vor einigen Monaten war ich als Referentin zu einem 60plus-Treffen eingeladen. Fragen, die im Raum standen, waren: Wie ist das mit dem Älterwerden? Wird man weiser, gelassener oder eher ängstlicher? Ändert sich die politische Einstellung? Was würde man rückblickend in der Erziehung anders machen? Kann man Falten mögen? Und, was wird im Leben eigentlich besser? Komischerweise wird darüber ja selten wirklich offen und ehrlich gesprochen, während es gleichzeitig (irgendwann zumindest) jeden interessiert. Die meisten verlieren sich dabei sehr gerne in Allgemeinplätzen, so, als würden sie ungern darüber sprechen. Auf meine Frage: „Was vermissen Sie am meisten in Ihrem Leben?“, kam hingegen eine sehr klare Antwort: „Liebe, Umarmung, Anteilnahme.“ Paulus sagt das so: „[Wir] waren bei euch … wie eine Mutter, … [wir] haben euch so sehr geliebt … [und] unser eigenes Leben mit euch geteilt“ (1 Ths 2,6–8 NLB). Ist es vielleicht das, was viele Menschen am meisten vermissen? Ein authentischer, anteilnehmender Christ lässt sich von der Liebe Gottes bewegen und wird dann selbst tätig. Er ist bereit zum Dienst am Nächsten, an unseren Mitmenschen. Gott wählt sich als seine Stellvertreter Menschen – Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche –, die für den Anderen eintreten. Wenn ich seine Liebe in meinem Leben erfahren habe, dann wird dies zu meinen Nächsten strahlen. Was hält uns davon ab, solche wundervollen Worte wie Paulus sie in seinem Brief niederschrieb, zu unserer Familie, unseren Freunden oder den Geschwistern unserer Gemeinde zu sagen und sie in die Tat umzusetzen?

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