Andachten

Andacht

Andacht 30.01.2021

30. Januar 2021 | Heinz-Ewald Gattmann

Andacht 30.01.2021

Bildnachweis: giftgruen / photocase.de

Bewahrt einen klaren Kopf, seid wachsam! Euer Feind, der Teufel, streift wie ein
brüllender Löwe umher und sucht jemanden, den er verschlingen kann.

Das Angebot war verlockend. Ein Onlinehändler, bei dem ich hin und wieder etwas bestelle, hatte mich auserkoren, auf ein außergewöhnliches Angebot zuzugreifen. Und da ich ein neues Handy brauchte, hat es mich gereizt, an der Online-Umfrage teilzunehmen. Zwar war mein Handyfavorit leider schon ausverkauft, doch auch das zweite Angebot versprach ein besseres Gerät als meines. Nur, wozu brauchte der Händler meine Bankverbindung? Die war doch längst hinterlegt. Phishing nennt man so etwas. Über Lockangebote, Umfragen oder Ähnliches sollen sensible Daten abgegriffen werden, um anschließend das Konto zu plündern oder Schadsoftware auf den PC zu spielen. Manchmal habe ich den Eindruck, solchem Phänomen auch in der Gemeinde zu begegnen. Betreibt der Teufel etwa auch Phishing? Als John F. Kennedy Präsident der USA wurde, standen für einige die weltweiten Sonntagsgesetze unmittelbar bevor, denn immerhin war Kennedy römisch-katholischer Christ. Andere stellen heute Banalitäten oder ganz alltägliche Vorgänge in der Politik in einen religiösen Zusammenhang, um ihre Endzeitvorstellungen unters Volk zu bringen. Verschwörungstheorien werden mit dem Gusto des genauen Wissens weitergegeben. Und wenn sich religiöse Führer treffen oder Politiker ihnen einen Besuch abstatten, ist mancher sicher, dass jetzt die letzte Auseinandersetzung zwischen Gottes Volk und seinem Widersacher unmittelbar bevorsteht. Bewahrt einen klaren Kopf, sagt Petrus. Denn der Teufel greift die Gemeinde nicht nur direkt an. Falsche Erlösungsvorstellungen sind ihm genauso willkommen wie Zukunftsängste und Berechnungen der letzten Dinge auf dieser Welt. Der Teufel will nur, dass ihm Gläubige auf den Leim gehen, spekulativ die Ereignisse um sie herum betrachten und dadurch den Blick für Gottes Wahrheit verlieren. Doch Jesus hält seine Endzeitreden auch deswegen, damit wir uns freuen (Lk 21,28). Und Paulus erklärt all unser Wissen und prophetisches Reden zum Stückwerk (1 Ko 13,9). Gläubige können deshalb gelassen warten, bis Gott sein Wort erfüllt, sie können ihre Geborgenheit und Sicherheit in Gott genießen und brauchen sich nicht um spekulative Deutungen zu kümmern.

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