Andachten

Andacht

Andacht 31.01.2021

31. Januar 2021 | Siegfried Wittwer

Andacht 31.01.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Seid allezeit fröhlich.

Zwischen meinem zehnten und fünfzehnten Lebensjahr habe ich nur fünf Filme im Kino gesehen, zum Beispiel Ben Hur, Windjammer und Die sieben Weltwunder – alles mit drei Projektoren auf eine Großleinwand geworfen. Diese Filme haben mich begeistert. Ich war mitten drin in der Handlung, weil die Leinwand nicht nur sehr breit, sondern auch gebogen war und ich ganz vorne saß – auf den billigen Plätzen eben. Ich flog über die Pyramiden, stand im Sturm an der Reling des Dreimasters, raste mit einer Bergbahn ungebremst ins Tal hinab oder stand im Hippodrom neben der Rennbahn, auf der die römischen Streit-wagen vorbeidonnerten. Dazu der gewaltige Sound aus 20 Lautsprecherboxen. Ich war beeindruckt! So etwas hatte ich noch nie erlebt. – Später habe ich dieselben Filme im Fernsehen gesehen, auf einem 30 cm Bildschirm und in schwarz-weiß. Alles war mickrig klein, leise und wie gesagt schwarz-weiß oder vielmehr grau. Und genauso empfinden viele Menschen ihr Leben: unbedeutend, mickrig und grau. Da ist nichts, was sie vom Stuhl reißt, was sie lachen und springen lässt. – Welche Bilder haben wir von unserem Leben, von unserem Glauben? Bilder, die uns jeden Tag fröhlich sein lassen? Große, farbige Bilder? Oder nur die 30 cm-Diagonale in schwarz-weiß und grau? Keine Frage, Judas war von Jesus begeistert gewesen. Sonst wäre er nicht dreieinhalb Jahre mit ihm durch das Land gezogen. Doch dann erlosch seine Freude innerhalb kurzer Zeit. Schließlich war er sogar bereit, Jesus für ein Säckchen Geld an dessen Feinde zu verraten. Man kann also von Jesus begeistert sein. So begeistert, dass man anfangs alles andere für ihn aufgibt. Doch dann vergilbt dieses großartige Bild allmählich, wird langsam braun, fleckig, farblos. Es schrumpft zusammen, wird klein, belanglos, nichtssagend. Aus Lebensfreude wird abgestumpfte Gleichgültigkeit. Ist dies der Fall, dürfen wir Jesus bitten, uns davon zu befreien. Er will uns einen positiven Blick für das Leben schenken, auch wenn wir schon jahrzehntelang alles klein, grau, dunkel oder schwarz gesehen haben. Jesus befreit eben nicht nur von Sünde und Schuld. Er befreit uns auch von negativen Ansichten, die uns das Leben versauern und vergiften. Denn er möchte, dass wir fröhlich und begeistert leben.

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