Andachten

Andacht

Andacht 01.02.2021

01. Februar 2021 | André Zander

Andacht 01.02.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen,
die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er
hat Gefallen an Gnade! Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße
treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.

Als Musiker liebe ich das wunderbare Lied „Du hast Erbarmen“ von Albert Frey (ghs 369). Lange Zeit war mir nicht bewusst, dass der Text des Liedes fast genauso auch in der Bibel steht (siehe oben). Was für ein wundervoller Text, voller Strahlkraft und Wärme! Ich finde, dies ist die schönste und am meisten wohltuende Beschreibung Gottes! Ich staune über die vielen positiven Begriffe, die sich in diesem Lobpreis finden: Vergebung, Verzeihen, Erbarmen, Gnade. Sie sind alle Eigenschaften von Gott. Seinen Zorn, der hier nicht verschwiegen wird, kann ich nachvollziehen, wenn ich mir die Welt so ansehe. Dieser Zorn ist jedoch kein „Ur-Gefühl“ Gottes. Im Gegenteil: Sein Ur-Gefühl ist Gnade. Gott besteht nicht auf Bestrafungen, sondern er durchbricht den Teufelskreis von Schuld und Tod. Er wendet sich uns in Liebe zu und nimmt uns unsere Sündenlast ab. Er befreit uns und schafft unsere Schuld so weit weg, dass wir sie garantiert nie wieder zu sehen bekommen. Dabei fällt mir noch etwas auf: Es ist Gott, der aktiv wird! Wir können überhaupt nichts tun, außer vor ihm zu stehen, zu staunen und ihn dankbar anzubeten. Bemerkenswert finde ich, dass dieser Text im Alten Testament steht. Gelegentlich verbinde ich mit diesem Teil der Bibel auch andere Gottesbilder und auch Micha selbst verkündet überwiegend Gerichtsbotschaften. Doch über alledem ragt unser Andachtswort wie ein Leuchtturm empor, als ob Gott mit seiner Gnade und Liebe alles Negative überstrahlen wollte. Und die Fundstelle unseres Textes im Alten Testament zeigt mir: Gott war und ist immer derselbe gnädige Gott. Auch heute und in Zukunft wird er sich uns immer in Liebe zuwenden. Wo sonst ist solch ein Gott? Ich bin dankbar und froh, dass ich diesen einzigartigen Gott kennen und auch erleben darf. Er hat sich mir ganz persönlich zugewandt und ich spüre, dass ich überhaupt keine Furcht vor ihm haben muss. Das gibt mir Mut, Kraft und vor allem inneren Frieden. Diese Erfahrung wünsche ich auch dir! 

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