Andachten

Andacht

Andacht 17.02.2021

17. Februar 2021 | Roland E. Fischer

Andacht 17.02.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!

Heute ist Aschermittwoch: im Kirchenjahr der Beginn der Fastenzeit und damit die Vorbereitung auf Ostern. Früher folgte nach dem Karneval, nach einer Zeit des Feierns und Genusses die Zeit des Fastens und des Verzichts. Auch heute lädt die Aktion „Sieben Wochen ohne“ Menschen zum Fasten ein: Verzicht auf Alkohol, Rauchen, Süßigkeiten, Fleisch oder auch auf Fernsehen, Handy und Internet. Warum beteiligen sich Menschen an dieser Aktion? Manche wollen damit ihrer Gesundheit etwas Gutes tun, andere durch den Verzicht Dinge wieder neu schätzen lernen. Wieder andere bekunden damit ihre Solidarität mit anderen Menschen oder Kulturen und manche empfinden es als ein spirituelles Erlebnis, das ihnen Zeit und Begegnung mit Gott ermöglicht. Auch zu biblischen Zeiten fasteten Menschen und meinten, Gott damit einen Dienst zu erweisen, oder wollten dadurch ihre Frömmigkeit herausstellen. Jesus erteilte solchen Vorstellungen eine klare Absage (Mt 6,16–18) und auch der Prophet Jesaja setzte sich mit dieser Thematik auseinander. Er kritisierte die Äußerlichkeiten und die falsche innere Einstellung. Die religiöse Pflicht war inhaltsleer, wurde geradezu in ihr Gegenteil verkehrt. Der Prophet forderte eine andere Art des Fastens: Unrecht beseitigen, Hungernde versorgen, Arme aufnehmen. Bei dem „üblichen“ Fasten liegt das Augenmerk eher auf Verzicht, auf dem, was man vermisst. Durch das „andere“ Fasten kann der Blick frei werden, man kann eine neue Perspektive einnehmen, entdecken, worauf es ankommt im Leben. Jesaja weist uns darauf hin, dass wir einen anderen Blick auf das Leben einnehmen müssen. Wir sollen andere Menschen und deren Bedürfnisse wahrnehmen, Missstände in der Gesellschaft erkennen. Und, mit einem Augenzwinkern, kann derjenige, der auf etwas verzichtet, dies an andere weitergeben.

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