Andachten

Andacht

Andacht 22.02.2021

22. Februar 2021 | Franz-Josef Eiteneier

Andacht 22.02.2021

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Ich mache also ständig dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue unausweichlich das Böse.

Lieber Bruder Paulus, ich bin dir so dankbar, dass du den Mut aufgebracht hast, diese Zeilen (V. 18–25) an die Römer zu schreiben. Auch ich kenne diese ständige Auseinandersetzung in meinem Inneren. Es brachte mich manchmal an den Rand der Verzweiflung, ich stellte meinen Glauben an Gott und sein Wirken infrage. Warum ließ er immer wieder bestimmte Handlungen von mir und die folgenden Zweifel an meiner Gotteskindschaft zu? Ich danke dir für die Aufklärung, dass dies die Sünde in mir ist, die zum Bösen verführt und mich gegen meine Absicht handeln lässt. Auch ich will eigentlich Gutes tun und tue doch das Schlechte, da ja, wie du sagst, nichts Gutes im Menschen ist. Vielleicht hast du auch erlebt, dass man dir diese Gedanken als „billige Ausrede“ auslegte und dies deine Not – wie bei mir – noch vergrößerte. Was mich erstaunt, ist die Tatsache, dass du dieses Empfinden auch noch nach dem Zeitpunkt deiner Berufung hattest. Doch gerade das zeigt, wie stark die Sünde im Menschen wirkt und wie unmöglich es ist, aus eigener Kraft davon loszukommen. Darum danke ich dir besonders für deine Aussage, dass nur Jesus Christus diesen unglückseligen Kampf durchbrechen kann und uns aus der Gefangenschaft der Sünde durch sein Opfer am Kreuz befreit hat. Wir sind und bleiben trotzdem weiterhin seine Kinder und nichts kann uns aus seiner Hand reißen, wie er selbst gesagt hat. Auch der Apostel Johannes unterstreicht in seinem Brief, dass selbst wenn uns unser Herz anklagt, Gott größer ist als unser Herz und uns genau kennt (vgl. 1 Joh 3,20). Ich bin immer wieder neu begeistert, wie du deine eigenen Erfahrungen schilderst und damit auch mir die Gewissheit gibst, dass ich Gottes Kind bin „und es nichts und niemand auf der ganzen Welt gibt, der uns von der Liebe Gottes trennen kann, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, bewiesen hat“ (vgl. Röm 8,39). Es stimmt: „Wer nun mit Jesus Christus verbunden ist, wird von Gott nicht mehr verurteilt.“ (Röm 8,1 Hfa) Danke, Paulus, dass dies durch dein Bekenntnis auch mir zur Glaubensgewissheit wurde.

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