Andachten

Andacht

Andacht 24.02.2021

24. Februar 2021 | Rafael Schäffer

Andacht 24.02.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Zeigt auch ihr den Ausländern eure Liebe! Denn ihr habt selbst einmal als Ausländer in
Ägypten gelebt.

Was mich am überraschenden Erfolg der Weltklasse-Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot (siehe gestrige Andacht) ebenfalls berührt, ist, dass sie für ihre Wahlheimat Deutschland anstelle ihrer Heimatländer angetreten sind. Aljona, gebürtige Ukrainerin, siedelte mit 15 Jahren nach Deutschland über. Sie lebt seit über 20 Jahren in ihrer neuen Heimat und ist eingebürgert worden. Bruno zog nach Deutschland, gab seine französische Staatsbürgerschaft auf und nahm die deutsche an, um mit Aljona starten zu können. Getreu dem Motto: „Dein Volk ist [nun auch] mein Volk“ (Rut 1,16). Gott trägt dem Volk Israel auf, Ausländern liebevoll zu begegnen und verknüpft dies mit der Erinnerung, dass sie selbst einmal in der Fremde gelebt haben. In unserer globalisierten Welt haben wir immer mehr Berührungspunkte mit Menschen anderer Nationen, Sprachen und Kulturen. Ich habe eine deutsche, brasilianische und italienische Staatsangehörigkeit. Meine Eltern und meine Frau sind im Ausland geboren. Einige meiner Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn und Glaubensgeschwister meiner Ortsgemeinde sind Ausländer oder haben einen Migrationshintergrund. Während meines Zivildienstes und eines Praktikums habe ich monatelang in Übersee gelebt. Beruflich und privat bin ich regelmäßig in anderen Ländern. Es erfüllt mich immer wieder mit tiefer Dankbarkeit, wenn ich im Ausland (gast-)freundlich und rechtschaffen behandelt werde. Daher ist es mir ein wichtiges Anliegen, Ausländern, egal aus welchem Grund sie ihre Heimat verlassen haben, freundlich zu begegnen und meinen Teil dazu beizutragen, dass sie sich wohlfühlen, sich in unserem Land zurechtfinden und integriert werden können. Als Christ empfinde ich dies auch als einen gött-lichen Auftrag. Dies beinhaltet den Widerstand gegen jegliche Form von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Als Christen sind wir sowieso Fremde in dieser Welt, denn „unsere [eigentliche] Heimat ist im Himmel“ (Phil 3,20; vgl. Joh 17,16; 1 Joh 3,1). Schließlich werden in Gottes neuer Welt einmal Menschen aller Völker, Nationen und Sprachen versammelt sein (Jes 66,18–20; Offb 5,9). Darauf freue ich mich schon sehr.

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