Andachten

Andacht

Andacht 27.02.2021

27. Februar 2021 | Eberhard Schulze

Andacht 27.02.2021

Bildnachweis: nild / photocase.de

Antworte mir, wenn ich rufe, mein Gott, der du mich von Schuld freisprichst … Sei mir
gnädig und höre mein Gebet! Ihr mächtigen Herren, wie lange wollt ihr noch meinen Ruf in
den Dreck ziehen? Wie lange wollt ihr noch diese haltlosen Anklagen vorbringen? Wie
lange wollt ihr noch Lügen verbreiten?

„Jimmy“ Carter (1924–2015) war von 1977 bis 1981 der 39. Präsident der Vereinigten Staaten. Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang. Im Jahre 2002 erhielt er den Friedensnobelpreis, vor allem für seinen Einsatz für Menschenrechte und seine internationalen Vermittlungstätigkeiten. Er war tief im christlichen Glauben verwurzelt und der einzige US-Präsident, unter dessen Regierung die USA seit dem zweiten Weltkrieg in keine kriegerischen Auseinandersetzungen verwickelt waren. Sicher war Carter kein fehlerloser Mensch. Doch habe ich nicht vergessen, dass Carter bei seinem Amtsantritt öffentlich versprach, nicht zu lügen. Am Ende seiner Präsidentschaft forderte er die Bestätigung seines Vorsatzes ein. Vielleicht hat ihm das Beharren auf der Wahrheit sogar seine Wiederwahl als Präsident gekostet. David, der Schreiber des vierten Kapitels in den Psalmen, ist kein Vorbild von Wahrheitsliebe gewesen. Doch zeigt sein Gebet, wie er unter den Lügen litt, die gegen ihn vorgebracht wurden. Besonders die Herrschenden setzten ihm zu. Für viele scheinen Lügen oder arglistige Täuschungen zum normalen Alltag zu gehören. Ich frage mich sogar, ob wir überhaupt ohne sie auskommen können. Sind sie nicht vertretbar, wenn Menschen dadurch vor Verletzungen geschützt, oder gar gerettet werden? Auch liebende Eltern kennen Situationen, in denen sie loben und sagen: „Das hast du aber fein gemacht.“, um ihre Kinder nicht mit ihren wahren Gedanken enttäuschen zu müssen. Aber das ist ein ganz eigenes, komplexes Thema. Und an wie vielen ausgesprochenen Vorsätzen und Absichten sind wir schon gescheitert. Waren das dann alles Lügen? Doch bleibt es dabei: Belogen zu werden, macht Menschen unglücklich oder sogar tief betroffen. Lügen zerstören Vertrauen und Liebe. Unser Gegenüber kann Wahrheiten dann besser annehmen, wenn wir sie in bester Absicht und in Liebe übermitteln. Deshalb sollten wir heute die Gelegenheiten nutzen, in denen wir uns in Wahrheit üben können.

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