Andachten

Andacht

Andacht 28.02.2021

28. Februar 2021 | Friedhelm Klingeberg

Andacht 28.02.2021

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.

„Lieber Herr Klingeberg, wie ist das eigentlich mit dem Gericht und was sagt die Bibel wirklich darüber?“ Die Frage nach Leben und Tod, Himmel und Hölle, Erlösung und Verdammnis macht nicht selten auch gestandenen Christen zu schaffen, denn sie ist meist mit einer ordentlichen Portion Angst verbunden. Insofern ist die zuvor erwähnte Frage an sich schon ein positives Zeichen: Wer so fragt, der stellt sich seinen diesbezüglichen Ängsten und hofft, dass die biblische Wahrheit über dieses Thema ihm diese Ängste zu nehmen vermag. Die Bibel hat mindestens zwei erfreuliche Antworten auf diese Frage, die jeder Angst den Boden zu entziehen vermögen. Erstens: Wenn Gottes Wort vom Gericht spricht, dann geht es um das Gericht nach hebräischem Verständnis. Zu biblischen Zeiten bedeutete das: Der Richter war dazu verpflichtet, immer auch als Verteidiger des Angeklagten aktiv zu werden und somit nach allen nur möglichen Entlastungsfakten zu suchen um sie zu Gunsten des Angeklagten in die Waagschale zu werfen. Sein Ziel war kein möglichst hartes Urteil, sondern, wenn möglich, Entlastung und Freispruch. Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gehörten immer zusammen. Genau das meint der Allmächtige, wenn er in seinem Wort vom Gericht spricht. Unser heutiger Ausgangstext bestätigt das auf eindrucksvolle Weise. Der Vater richtet niemanden und alles Gericht ist dem Sohn übergeben. Denn der Sohn ist der Einzige, der weiß, wie es ist, ein Mensch zu sein. Er weiß, wie es ist, schwach und verletzlich zu sein. Am eigenen Leib hat er Versuchung erlebt. Niemand weiß besser als er um die ungeheure Spannung zwischen bester Absicht und fehlerhafter Lebenswirklichkeit. Deshalb hat Gott, der Vater, alles Gericht seinem Sohn Jesus Christus übergeben, denn niemand vermag so perfekt gleichzeitig Richter und Anwalt zu sein, wie der Mensch gewordene Gottessohn. Im Klartext: Weil unser Bruder und Erlöser Jesus Christus auf unserer Seite ist und vor dem Vater für uns eintritt, brauchen wir auch heute nicht angstvoll durch diesen Tag zu gehen. Sondern wir dürfen darauf vertrauen, dass er es von Herzen gut mit uns meint. Und das ist nun wahrhaftig Evangelium!

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden