Andachten

Andacht

Andacht 12.03.2021

12. März 2021 | Beate Strobel

Andacht 12.03.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ihr Mädchen von Jerusalem, ich beschwöre euch: Wenn ihr meinen Liebsten findet, dann sagt ihm, dass ich krank vor Liebe bin.

Krank vor Liebe – das war ich damals, als mein Freund sich von mir trennte. Dieser Schmerz ging tief. Ich erinnere mich, dass ich nach dieser Trennung wochenlang zu nichts mehr in der Lage war. Ich schleppte mich zur Arbeit, aber ich war nicht wirklich bei der Sache. Tagsüber fühlte ich mich müde und schlapp, nachts fand ich keinen Schlaf. So geht es auch dieser Frau in der Bibel. Sie hat keine Kraft mehr, selbst aktiv zu werden. Liebeskummer kann tatsächlich ganze Hirnregionen lahmlegen. Die Folge ist genau das: Man fühlt sich antriebslos, kann sich über nichts freuen und sich kaum zum Nötigsten aufraffen. Kein Wunder also, dass ein Mensch mit gebrochenem Herzen dringend nach Hilfe sucht. Ich habe mich damals auf die Suche gemacht, was dagegen hilft. Manche Menschen vertuschen und verheimlichen den Schmerz: sich bloß nichts anmerken lassen, einfach „cool“ spielen, sich in Arbeit stürzen oder sich verkriechen. Keine gute Idee. Wie bei anderen Schmerzen auch kann ein Gang zum Arzt helfen oder sich jemand Außenstehendem anzuvertrauen. Oder unter die Leute zu gehen, Sport zu machen, mit anderen zu reden. Und es hilft auch bei Liebeskummer, sich an Gott zu wenden und von der Weisheit der Bibel zu lernen. Wie ein roter Faden zieht sich der Gedanke durch die ganze Bibel, dass Gott ein treuer Begleiter ist und jeden Menschen unverbrüchlich liebt. Gott schaut nicht auf das, was andere Menschen an mir kritisieren oder vermissen. In jedem, der verlassen wird, bohren Fragen wie: „Was ist falsch an mir?“ – „Was hätte ich anderes tun können?“ So ging es damals auch mir. Bis sich eines Tages eine Freundin zu mir setzte und sagte: „Hör endlich auf, dauernd an den Typen zu denken! Denk lieber an dich. Du kannst doch was!“ Das saß. Ihre Worte brachten mich wieder mit mir selbst in Kontakt. Sie waren wie die alten Zusagen des Glaubens: Du bist doch ein wunderbares Gotteskind. Mein Leben lang hatte ich im Vertrauen darauf gelebt, dass Gott mich liebt, und ich erkannte, dass Gott mich auch in dieser Zeit nicht verlassen hatte. Ich bekam neue Achtung vor mir selbst. Mir wurde klar: Ich bin und bleibe gerade in solchen Zeiten in Gottes Liebe geborgen. Er trägt mich und weicht nicht von meiner Seite.

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