Andachten

Andacht

Andacht 17.03.2021

17. März 2021 | Elí Diez-Prida

Andacht 17.03.2021

Bildnachweis: giftgruen / photocase.de

Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen.

Ein Mann kommt vom Supermarkt zurück zu seinem Wagen auf dem Parkplatz. Da stutzt er: Der hintere linke Kotflügel ist eingedrückt, vom Schadenverursacher ist aber keine Spur zu sehen. Wie ärgerlich! Schon will er die Hoffnung aufgeben, da sieht er ein Stück Papier, das unter den Scheibenwischer geklemmt wurde. Etwas beruhigt faltet er es auseinander und liest: „Während ich diesen Zettel für Sie schreibe, beobachten mich mindestens 16 Leute. Sie glauben, ich gäbe Ihnen meinen Namen und meine Adresse. Gerade das tue ich nicht.“ Gemein? Gerissen? Feige? So zu tun als ob, sich als jemand ausgeben, der man nicht ist, unwahrhaftig sein, etwas vortäuschen: Das alles nennt die Bibel Heuchelei. Beim Lesen der Predigten, die Jesus hielt, bekomme ich den Eindruck, dass er diese Scheinheiligkeit zutiefst verabscheute. Seine härtesten Worte richtete er nicht an offenkundige Sünder, sondern an fromme Scheinheilige: „Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Heuchler! Ihr seid wie die weiß getünchten Grabstätten: Von außen erscheinen sie schön, aber innen ist alles voll stinkender Verwesung.“ (Mt 23,27 Hfa) Ich will allerdings vorsichtig sein, denn bei dem unbedingten Willen, authentisch zu sein, können wir schnell in Situationen geraten, in denen wir uns aus Angst oder Scham verstellen. Wir verlieren den Mut, uns zu unseren Fehlern oder Überzeugungen zu bekennen – wie Petrus, als er aus Angst um sein Leben behauptete, Jesus von Nazareth nicht zu kennen. So ging es auch dem Ehepaar aus der ersten Christengemeinde, aus dessen Geschichte der Andachtstext entnommen ist: Es gab vor, den Gesamterlös eines Grundstücksverkaufs – wie andere Mitchristen auch – der Gemeinde zur Verfügung gestellt zu haben, dabei behielt es einen Teil des Geldes für sich zurück. Die beiden wollten nicht kleinlich erscheinen, sondern als generös angesehen werden. Das Urteil war hart. Zum Ehemann sagte Petrus: „Du hättest ja das Land behalten können, und nachdem du es verkauft hattest, auch das Geld. Warum hast du dich auf dieses falsche Spiel eingelassen?“ (Apg 5,4 GNB) Herr, ich möchte sein, was ich sage, und tun, was ich bin. Mein Leben sei offen und authentisch, weil du, der wahrhaftige Gott, es reinigst und prägst!

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