Andachten

Andacht

Andacht 21.03.2021

21. März 2021 | Günter Schlicke

Andacht 21.03.2021

Bildnachweis: mathias the dread / photocase.de

Dann wird der König [Jesus] antworten: „Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner
geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für
mich getan.“ Aber er wird ihnen antworten: „Ich versichere euch: Was ihr an einem von
meinen geringsten Brüdern oder einer von meinen geringsten Schwestern zu tun versäumt
habt, das habt ihr an mir versäumt.“

Wenige Autos und LKWs rollten zu dieser frühen Stunde über die Autobahn. Der Fahrer des Mercedes bemerkte einen umgestürzten Kleintransporter, der nahe einer Abfahrt rechts im Graben lag. Niemand war zu sehen. Er hielt nicht an, sondern fuhr mit einem mulmigen Gefühl weiter. Nach einigen Kilometern stoppte ihn eine Polizeistreife und fragte, warum er bei dem Kleintransporter nicht angehalten habe, sondern einfach vorbeigefahren sei. Er wusste keine plausible Antwort. – Es war ein gestellter Unfall. Wie oft kommt es vor, dass uns Menschen über den Weg laufen, die unsere Hilfe in diesem Moment brauchen. Da ist die alte Dame, die hilfesuchend am Fahrbahnrand steht, die Mutter mit dem Kinderwagen, dessen Räder sich am Bordstein verkantet oder der Autofahrer, der am Straßenrand steht und unsicher aufs Navigationsgerät tippt. Der freundliche Nachbar dreht seit einigen Tagen keine Runden mehr im Park, der kecke Junge lächelt nicht mehr. Je älter ich werde, umso bewusster wird mir, dass nicht meine schlechten Taten die Hauptschuld meines Lebens sind, sondern das Versäumen von guten Taten. Viele meinen, wenn sie nichts Schlechtes sagen und tun, brauchen sie sich keine Vorwürfe zu machen. Dem widerspricht Jesus ganz deutlich in dem eingehenden Bibeltext. Er zeigt im Gleichnis vom Weltgericht (Mt 25), dass ihm unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen nicht entgeht – und noch mehr, er vergleicht sich selbst mit ihnen. Meist sind es einfach Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit und Trägheit, die uns für die Bedürfnisse anderer blind sein lassen. Wir können zwar nicht jede Not und jedes Problem unserer Mitmenschen lösen, aber dort, wo es möglich ist, sind wir dazu aufgefordert zu helfen. Herr Jesus, öffne mir heute Augen und Herz für die Bedürfnisse meines Nächsten und schenke mir den Mut, ihm zu helfen, wo es nötig ist.

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