Andachten

Andacht

Andacht 25.03.2021

25. März 2021 | Martin G. Klingbeil

Andacht 25.03.2021

Bildnachweis: raichinger / photocase.de

So spricht der HERR: Wegen drei Verbrechen von Israel und wegen vier werde ich es
nicht rückgängig machen, weil sie den Gerechten für Geld und den Armen wegen eines
Paares Schuhe verkaufen.

Eigentlich waren schon alle im Aufbruch. Es war eine gute Predigt gewesen, die Amos da auf dem Vorplatz des Heiligtums in Samaria verkündet hatte. Systematisch war er die Feinde Israels durchgegangen und hatte ihnen Gottes Gerichtsbotschaft mitgeteilt: da waren die Aramäer (Damaskus), Philister (Gaza), Phönizier (Tyrus). Alle hatten ihr Fett wegbekommen. Zunächst die Nachbarländer im Westen, dann ging es im Osten weiter mit den Edomitern, Ammonitern und Moabitern. Jede neue Gerichtsbotschaft wurde mit einem seltsamen Zahlenspiel eingeleitet: „Wegen drei ... und wegen vier“. Dies wurde wahrscheinlich so verstanden, dass Gottes Geduld ein für alle Mal am Ende war. Die Drei ist in der Bibel oft die Zahl der Vollkommenheit und vier ist demnach eins zu viel. Aber es war ja eine gute Botschaft, denn sie betraf die Feinde Israels, die Gottes Gericht verdient hatten. Ich kann förmlich das laute „Amen“ hören, das Amos nach jeder Botschaft als Reaktion der Zuhörer bekam. Dann kam die siebte Botschaft (Am 2,4–5). Diesmal war Juda an der Reihe – der verhasste Bruder im Süden. Seit der Teilung des Königreiches nach Salomos Tod in Israel und Juda bestand Feindschaft zwischen den Stämmen, die immer wieder zum Ausbruch kam. Da kam eine Gerichtsbotschaft gegen Juda nur gelegen, obwohl es manchem vielleicht seltsam erschien, dass Gottes Gericht auch Juda und nicht nur die Heiden betraf. Letztendlich war wieder ein lautes „Amen“ zu hören, denn mit der Gerichtsbotschaft Nummer sieben – die göttliche Zahl der Fülle – musste jetzt das Ende folgen. Die Leute begannen, sich für den Aufbruch nach Hause bereitzumachen und ihre Sachen zusammenzutragen. Doch Amos sprach weiter und die achte Gerichtsbotschaft (Am 2,6–16) wurde zum Spiegel Gottes, der den Israeliten vorgehalten wurde. Denn bei ihnen war alles aus dem Lot geraten: Recht, Religion, Moral und Wirtschaft. Es war eine schmerzvolle Botschaft, die ins Herz traf. Vielleicht berührt uns Amos heute noch mit seinen Worten und wir verstehen, dass Gottes Einladung zur Umkehr nicht immer nur für die anderen gilt.

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