Andachten

Andacht

Andacht 28.03.2021

28. März 2021 | Johannes Fiedler

Andacht 28.03.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Denn unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den
Herrn, als Retter.

Ein Oberst der Bundeswehr erzählte mir, er sei mehr als zwölfmal versetzt worden. Bei solch einem Leben der Wanderschaft habe ich ihn gefragt: „Wie oft kann ein Mensch ein echtes Heimatgefühl entwickeln?“ Er dachte nach: „Als Zehnjähriger bin ich mit meiner Mutter aus Ostpreußen geflohen. Daran habe ich keine bleibende Erinnerung. Einmal habe ich mich später für einige Jahre in einer süddeutschen Stadt heimisch gefühlt. Jetzt habe ich hier für meine Familie und Mutter ein Haus gebaut. Hier ist jetzt meine Heimat. Ich denke, öfters als zwei- oder dreimal im Leben kann man kein wirkliches Heimatgefühl entwickeln.“ Wer schon häufiger im Leben den Wohnort gewechselt hat, mag das ähnlich sehen. Denn Heimat meint Beständigkeit und das schließt die Menschen und die Umgebung mit ein, die mir vertraut sind. Dort fühle ich mich angekommen, dort gehöre ich dazu. Und wer schon einmal geflüchtet ist, für den mögen die „eigenen vier Wände“ zusätzliche Stabilität und Geborgenheit bedeuten. Aber wie ist es mit den Vielen, die sich in ihrer augenblicklichen Lebenssituation überhaupt nicht „heimisch“ fühlen? Die zwar auch von Geborgenheit und stabilen Verhältnissen träumen, aber eher das Gegenteil erleben? Auch gläubige Menschen erleben Phasen der Unsicherheit, Trennungen, große Veränderungen, die so nicht geplant und auch nicht vorauszusehen waren. Genau das durchlebte der Apostel Paulus, als er seinen Freunden in Philippi von der Heimat im Himmel schrieb. Als Gefangener in Rom unter ständiger Bewachung, das ist keine erfreuliche Perspektive. Und doch leuchtet in seinem Brief immer wieder Freude auf, denn er weiß: Gefangenschaft und Getrenntsein sind nicht das Letzte. Ein Retter ist da, Jesus Christus, und er wird kommen und alle, die ihm vertrauen, in seiner Heimat willkommen heißen. Zugleich fühlt er sich getragen von der Gemeinde, welche in der gleichen Hoffnung lebt, für ihn betet und ihn unterstützt. So wünsche ich uns für die Ortsgemeinden, dass wir die herzliche Gemeinschaft pflegen, für die Mitarbeiter beten und schon in dieser Zeit Heimat, Geborgenheit und Zugehörigkeit bieten. Ich danke Gott von Herzen, alles das in meiner Gemeinde gefunden zu haben.

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