Andachten

Andacht

Andacht 01.04.2021

01. April 2021 | Sylvain Romain

Andacht 01.04.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

In der Nacht aber kam das Wort des HERRN zu Nathan.

König David hatte sich riesig gefreut, als der Prophet Nathan, von seiner Begeisterung angesteckt, grünes Licht für den Tempelbau erteilte! In der Tat hatte David einen einzigen Wunsch, eine Sehnsucht, die höher als alle anderen war: „Eines bitte ich vom HERRN, eines hätte ich gerne: dass ich im Haus des HERRN bleiben könne mein Leben lang“ (Ps 27,4), denn „ein Tag in seinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend“ (Ps 84,11). David bereitete den Platz und die Entwürfe für den prächtigen Bau eigenhändig vor. Er suchte die Materialen zusammen und war bereit, das Vorhaben aus eigener Tasche zu finanzieren. Er schrieb die Loblieder und die Musik, stellte die Chöre zusammen und kreierte sogar manche Musikinstrumente dazu. Doch in derselben Nacht „kam das Wort des HERRN zu Nathan: Geh hin und sage zu meinem Knecht David: So spricht der HERR: Solltest du mir ein Haus bauen …?“ (2 Sam 7,5) Auch wir freuen uns über ein Ja Gottes. Dennoch erleben wir manchmal, wie Gott, entgegen unseres guten Willens, wider fromme Logik und ungeachtet manch biblischer Verheißungen, Nein sagt. Ein Schweigen Gottes kann Nein heißen, oder auch Nicht jetzt! Warte noch! Manchmal hören wir wie David ein: „Nicht du!“ Oder Gott sagt einfach: „Nein.“ Warum? „Darum!“ Er ist Gott – Punkt. Diskutieren ist da müßig. Wir verstehen es nicht, zweifeln und rebellieren. Manche geben den Glauben auf. Doch tun nicht auch wir manches, was wir nicht halten, etwas, das andere nicht verstehen können – aus welchem Grund auch immer, vielleicht kam etwas dazwischen. Wie viel größer, nie ganz zu begreifen ist Gott? Deshalb sollte niemand jemanden abschreiben. Tatsächlich werden wir eines Tages alles verstehen. „Wir sehen jetzt durch einen [alten] Spiegel … [und erkennen] stückweise“ (1 Kor 13,12). Aber dann … Aber dann kommt das Aha-Erlebnis. Dann werden wir verstehen und sagen: „Ach so!“, mit anderen Worten: Gut, dass es so – und nicht anders – gelaufen ist. „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR“ (Jes 55,8). Dann wird Gottes Nein zum Ja werden, besser als unsere Pläne, und wir werden ihm dafür ewig danken und über seine Weisheit staunen.

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