Andachten

Andacht

Andacht 12.04.2021

12. April 2021 | Claudia Mohr

Andacht 12.04.2021

Bildnachweis: raichinger / photocase.de

Von dem Tage an war es für sie [Mitglieder des Hohen Rates] beschlossen, dass sie ihn
[Jesus] töteten.

Es ist wie in einem Krimi: Mordgedanken werden zu Mordplänen. Da kommen vor etwa 2000 Jahren Führungspersönlichkeiten in Jerusalem zusammen und schmieden ein Komplott gegen den charismatischen Wanderprediger Jesus. Einen Grund nennen diese feinen Herren auch: Es ist besser, einer sterbe für das Volk, als dass es zu Unruhen komme (vgl. Joh 11,50). Dazu erzählt Kenneth Bailey eine wahre Geschichte: Eines Abends Anfang der 80er-Jahre wurde der König von Jordanien, Hussein bin Talal, von seiner Geheimpolizei über einen Putschversuch informiert. Eine Gruppe von 75 jordanischen Armeeoffizieren hätte sich in einer nahen Kaserne getroffen, um die militärische Übernahme zu planen. Die Beamten wollten die Putschisten sofort verhaften lassen. Der König überlegte lange, dann befahl er: „Stellt mir einen kleinen Hubschrauber zur Verfügung.“ Damit ließ er sich wenig später auf dem Flachdach der fraglichen Kaserne absetzen. „Wenn Sie Schüsse hören, fliegen Sie sofort ohne mich ab!“, wies er den Piloten an. Unbewaffnet stieg der König zwei Treppen hi-nunter und betrat ohne Vorwarnung den Raum, in dem sich die Verschwörer versammelt hatten. „Meine Herren, wie ich gehört habe, wollen Sie den Sturz der Regierung planen und eine Militärdiktatur einsetzen. Das wird die Armee entzweien und das Land in einen Bürgerkrieg stürzen. Zehntausende unschuldige Menschen werden sterben müssen. Das ist unnötig. Hier bin ich. Töten Sie mich und planen Sie dann weiter. So muss nur ein Mensch sterben und das unnütze Blutvergießen wird vermieden.“ Es war ganz still im Raum. Die Rebellen waren sprachlos. Dann stürmte einer nach dem anderen auf den König zu und warf sich ihm zu Füßen, küsste ihm die Hand und schwor ihm lebenslange Treue. Sein Edelmut hatte die Aufständischen berührt und umdenken lassen. So war es auch bei Jesus, der seinen Häschern damals im Garten Gethsemane wehrlos gegenübertrat jedoch wenig später am Kreuz sterben musste. Hier starb einer stellvertretend für alle. Solche Edelmütigkeit macht sprachlos und lässt mich still werden. Ich spüre den Impuls, mich Jesus zu Füßen zu werfen und ihm aus lauter Dankbarkeit die Hand zu küssen. Er hat mich von der Sünde gerettet! Ich will ihm treu bleiben, auch heute wieder.

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