Andachten

Andacht

Andacht 16.04.2021

16. April 2021 | Josef Butscher

Andacht 16.04.2021

Bildnachweis: lama-photography / photocase.de

Das Geschwätz eines Verleumders ist so verlockend! Es wird begierig verschlungen wie
ein Leckerbissen und bleibt für immer im Gedächtnis haften.

Wusstet ihr schon, dass die Bibel auch das Stilmittel der Ironie einsetzt? Der obige Text ist ein Beleg dafür. Denn in Wirklichkeit verteilt der Verleumder – wieder im Bild gesprochen – keine gut schmeckenden Honigbonbons, sondern verpasst dem anderen eine Giftspritze. Im deutschen Strafgesetzbuch, § 187 StGB, wird Verleumdung so definiert: „Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Es geht mir hier zwar nicht um juristische Ange-legenheiten und doch finde ich, dass sich mancher Schwätzer in der Gemeinde diesen Paragraphen zu Herzen nehmen sollte. Wie oft versucht man sich selbst wichtig zu machen und rückt dabei einen anderen ins schlechte Licht. Manchmal geschieht das bewusst, ein anderes Mal auch nur aus einer Vermutung heraus. Ich selbst erlebte vor Jahren, wie nach einer Diskussion über die damalige Einsegnungspraxis für Pastoren das Gerücht kursierte, ich würde nichts von der Einsegnung halten – was gar nicht stimmte. Über eine Glaubensschwester wurde erzählt, sie wäre verschwenderisch. Sie kam immer sehr vornehm gekleidet in den Gottesdienst. Dabei hatte sie zwar früher viel Geld besessen, aber alles mitsamt teurer Kleidung der Mission gestiftet. Nur den einen besonderen Mantel hatte sie für sich zurückbehalten. Über eine andere Glaubensschwester war das Gerücht im Umlauf, dass diese „alte Jungfer“ wohl keinen Mann abbekommen habe. Von ihr persönlich erfuhr ich jedoch, dass sie in jungen Jahren verlobt war, ihr Verlobter früh starb und sie sich nicht vorstellen konnte, einen anderen jemals so zu lieben wie ihn. Worte können viel anrichten. Sie können tiefe Verletzungen verursachen, aber auch Heilung bringen. Wir sollten deshalb alle (mehr) darauf achten, was wir denken und sagen, und mit unseren Worten lieber echte „Leckerbissen“ verteilen.

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