Andachten

Andacht

Andacht 18.04.2021

18. April 2021 | Wolfgang Dorn

Andacht 18.04.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Dann sagte er zu Thomas: „Lege deine Finger auf diese Stelle hier und sieh dir meine
Hände an. Lege deine Hand in die Wunde an meiner Seite. Sei nicht mehr ungläubig,
sondern glaube!“

In der Begegnung zwischen Thomas und Jesus steckt etwas ganz Besonderes. Die Kraft dieser Begebenheit liegt in der Einsicht von Thomas, dass jemand zur gleichen Zeit verwundet und auferstanden ist. Jesus, so wird an anderer Stelle berichtet, ist unser Hohepriester, der mit unserer Schwachheit leidet, „der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde“ (Hbr 4,15). Durch die Auferstehung hat dieser Jesus gezeigt, dass Scheitern und Lebendigwerden auch zu unserem Leben dazugehören. In der Konfrontation mit unserer eigenen Unzulänglichkeit, Schuld, Scham und Begrenzung gewinnt der Raum von bedingungsloser Liebe überhaupt erst seine Bedeutung. Diese zwei Grunderfahrungen des Leidens und der bedingungslosen Liebe verändern uns. Im Geschehen der Auferstehung geht es um mehr als das historische Wie, Wann und Wo einer Erfahrung eines Einzelnen. Vielmehr geht es um das Was und seine Bedeutung für dich und mich. Die Evan-gelien berichten, dass mit Jesus noch viele andere Menschen aus ihren Gräbern auferstanden sind (Mt 27,52–53). Somit wird klar, dass Gott die Auferstehung auch anderen ermöglicht – zum Beispiel dir und mir. Erlösung ist geprägt von der Spannung eines „Schon jetzt“ und „Noch nicht“. Wir halten mit Paulus daran fest, dass die buchstäbliche Auferstehung auch auf uns wartet. Gleichzeitig beten wir darum, dass schon hier und heute Momente des neuen Lebens für uns sichtbar werden: Genesung nach Krankheit, Hoffnung nach Depression, Versöhnung nach Trennung, Friede nach Krieg, Lachen nach Weinen, Freude nach Trauer, Finden nach Suchen. An welcher Stelle in deinem Leben sehnst du dich am meisten nach einer Auferstehung? Wo fühlst du dich am stärksten verwundet in deinem Leben? Beide Momente haben ihre Berechtigung und gehören untrennbar zu unserem Leben auf dieser Welt. Sie können uns zu einem tieferen Verständnis von Gott und uns selbst führen.

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