Andachten

Andacht

Andacht 24.04.2021

24. April 2021 | Armin Richter

Andacht 24.04.2021

Bildnachweis: m.voigt.1982 / photocase.de

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Es ist Freitag. Schwester K. feiert heute ihren 92. Geburtstag. Ich habe mir schon vor Monaten vorgenommen, sie an diesem Tag im Altersheim zu besuchen. Am liebsten fahre ich vormittags zu solchen Besuchen, um nicht am Nachmittag auf unzählige Verwandte und Bekannte zu treffen. – Ich sitze in meinem Arbeitszimmer als meine Frau zum Mittagessen ruft. Plötzlich fällt mir ein: Mensch, du wolltest doch zu Schwester K. Ich hab’s vergessen. So eine peinliche Sache. Nun gut, sie jetzt anzurufen, macht keinen Sinn. Danach ist Mittagsruhe. Gegen 15 Uhr könnte ich sie erreichen. Etwa um 17.30 Uhr fällt mir ein. Du wolltest doch mit Schwester K. telefonieren! Wie konnte es sein, dass ich auch diesmal den Termin verpasst habe? Soviel verschlafe ich doch sonst nicht in meinem Dienst. Die Uhrzeit ist schon wieder ungünstig, da sie genau auf die Abendbrotzeit des Altersheims fällt. Mich drängt es aber, ihren Sohn anzurufen. Der nimmt auch ab. Ich erzähle ihm meine peinliche Geschichte und er sagt: „Das ist nicht schlimm. Du hättest sie sowieso nicht angetroffen. Wir mussten für unsere Mutter ein anderes Heim suchen. Erst seit einer Woche wohnt sie in diesem neuen Haus.“ Und mit einem Schmunzeln fährt er fort: „Wir erzählen ihr von deinem Bemühen und werten es als einen Besuch deinerseits.“ Auch wenn mir dieser Satz nur wenig Trost schenkt, merke ich, wie mich Gott heute geleitet hat: durch Vergessen. Meistens ist es ein Ausdruck für mein Versagen, aber heute war es Gottes Plan. Denn telefonisch hätte ich die Schwester nicht erreicht, und wäre ich gefahren, hätte ich sie gar nicht angetroffen. Ein paar Wochen später besuchte ich sie dann aber in dem neuen Altersheim. Ich finde es gut, dass Gottes Wege ganz anders verlaufen können als unsere. Und auch wenn ich nicht immer auf diese Art geleitet werden möchte, war es heute gut. Danke, großer Gott, für deine Leitung. Lass mich für dich offen sein und bei unverständlichen Situationen nicht gleich meckern.

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