Andachten

Andacht

Andacht 29.04.2021

29. April 2021 | Alexander K.

Andacht 29.04.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Das bedeutet aber, wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr
derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen!

Neugeborene üben eine seltsame Faszination auf uns Menschen aus. Kaum einer kann sich ihrem Charme entziehen und ein Lächeln verkneifen. Sie sind einfach „zu süß“. Vielleicht besteht ein Teil ihres Reizes darin, dass sie ihr ganzes Leben noch vor sich haben und ihnen praktisch noch alle Wege offenstehen. Die Bibel kennt das Bild der Geburt auch in Bezug auf die Beziehung des Menschen zu Gott. In Anlehnung an unsere physische Geburt wird die Taufe als „Wiedergeburt“ (nach Joh 3) bezeichnet. Der heutige Text bezieht sich auf dieses Neuwerden und den Neubeginn, den Menschen erleben, die sich entscheiden, Gott nachzufolgen. Doch was meint Paulus genau, wenn er davon spricht, dass ein „neues Leben“ begonnen hat? Einige haben es vielleicht schon einmal erlebt: Man trifft einen Menschen wieder, den man gut kennt und hat plötzlich den Eindruck, er ist wie ausgewechselt. Wir fragen uns, ob das noch dieselbe Person ist, die wir kannten. Meist sind wir darüber irritiert und fühlen uns unwohl. Was Paulus hier meint, ist etwas anderes. Nicht unser Wesen wird auf mysteriöse Weise völlig verändert, sondern unsere Stellung vor Gott. Die Bibel sagt, dass alle Menschen von Natur aus Sünder sind und unser Verhältnis zu Gott als feindschaftlich (nach Röm 5,10) bezeichnet werden kann. Doch durch unser Glaubensbekenntnis werden wir zu Kindern Gottes (nach Gal 3,26). Was für eine radikale Veränderung in unserem Verhältnis zu Gott. Er ist jetzt unser Vater und damit ist tatsächlich alles neu! Leider verstehen viele diesen Text so, als ob sie – quasi über Nacht – komplett andere Verhaltensweisen und Charakterzüge erhalten würden. Erfahrungsgemäß müssen wir aber Tag für Tag lernen, wie dieses neue Leben mit Gott aussieht. Denn wie bei einem Neugeborenen, hat das Leben gerade erst begonnen. Wie bei unserem Nachwuchs hat Gott auch in seine Glaubenskinder das Konzept des Wachstums hineingelegt. Da gibt es zwar auch mal einen Entwicklungsschub, aber gesünder sind die täglichen kleinen Lernschritte – Pausen und Rückschritte miteingeschlossen. Das ändert aber nichts an unserer völlig neuen Lebensausrichtung.

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