Andachten

Andacht

Andacht 01.05.2021

01. Mai 2021 | Jessica Schultka

Andacht 01.05.2021

Bildnachweis: Fraenzel / photocase.de

Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am
siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den
siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott
geschaffen und gemacht hatte.

Der Ursprung des heutigen Feiertags – dem Tag der Arbeit – liegt in den USA des 19. Jahrhunderts. Damals litten vor allem Industriearbeiter unter den Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen. Deshalb wurde am 1. Mai des Jahres 1886 zu einem mehrtätigen Generalstreik aufgerufen, mit dem Ziel, die Arbeitszeit auf acht Stunden täglich zu reduzieren. In Deutschland wurde der 8-Stunden-Tag erst 1918 durchgesetzt. Auch wenn die Einführung dieses Feiertags in Deutschland zu unserer unrühmlichen Zeit des Nationalsozialismus geschah, hat der Grundgedanke dieser Bewegung eine spannende Botschaft für uns: Der Mensch ist keine Arbeitsmaschine, über die man frei verfügen kann. Dieser Gedanke ist direkt in der Schöpfungserzählung verankert, in der beschrieben wird, wie Gott am siebten Tag, nach getaner Arbeit ruht. So wird der Mensch direkt in diese Freiheit geschöpft, den ersten Tag seines Lebens erlebt er frei von Arbeit. Wie wohltuend und befreiend ist der Gedanke, dass der Sabbat nicht erst erarbeitet, erhastet, verdient werden muss, sondern ganz an den Anfang gestellt wird – als Geschenk und auch als Ausdruck unseres ursprünglichen Geschöpf-Seins: wir sind gemacht, um zu erleben, zu genießen und zu begegnen. Die Arbeit kommt erst danach. Am Tag der Arbeit – wie auch an jedem Sabbat – dürfen wir dies als Zusage und Aufgabe verstehen: uns selbst und diejenigen, für die wir Verantwortung tragen, als eben solche zu behandeln, die erdacht und geschaffen wurden, um zu (er-)leben, zu genießen, sich zu begegnen. Die Arbeit kommt danach. Wie heilsam wäre es, wenn wir diesen Gedanken wieder in unserem Leben verankern könnten. Unsere Gesellschaft, aber auch Familien und Gemeinden könnten daran gesunden, den Verzicht, das Genug-Sein an die erste Stelle zu setzen und sich danach erst um Wachstum, Arbeit und Mühe zu kümmern. Wie viel Platz wir hätten, um uns zu begegnen, zu lernen, zu genießen und entdecken!

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