Andachten

Andacht

Andacht 03.05.2021

03. Mai 2021 | Hartwig Lüpke

Andacht 03.05.2021

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde, und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.

An Bord eines gut ausgerüsteten Schiffes mit erfahrener Crew stand eines Tages der leitende Ingenieur vor dem Kapitän: „Wir haben einen Maschinenschaden!“ Die Fachleute arbeiteten Tag und Nacht fieberhaft, um den Defekt zu beheben, doch vergeblich. Als auch noch ein starker Sturm losbrach, entschloss sich der Kapitän, das Schiff aufzugeben, um das Leben seiner Männer zu retten. Allerdings konnte nur ein Rettungsboot geborgen werden. Zwei wurden vom Meer verschlungen – eine Katastrophe. Vor Gericht sollte der Kapitän erklären, warum er keinen Hilferuf ab-gesetzt hatte, das wäre doch das Mindeste gewesen. Seine Antwort schockierte die Anwesenden: „Wir dachten, wir könnten uns selber helfen.“ Man sollte denken, dass ein Hilferuf in der Not selbstverständlich sei, doch ist er das auch, wenn unser Lebensschiff havariert, wir hilflos geworden sind oder wenn uns Schuld nicht mehr klar denken lässt? Es gibt einen, der retten kann, auch wenn wir nur auf uns fokussiert sind. Die „Telefonnummer Gottes“ (5015) ist immer freigeschaltet. Er hört, wenn wir in Lebensgefahr sind, aber auch, wenn uns die vielen kleinen Sorgen und Probleme zu schaffen machen. Ihm gegenüber ist fromme Bescheidenheit fehl am Platz. Zu jeder Zeit dürfen wir Gott anrufen und gewiss sein, dass er uns nicht allein lässt. Ein „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“ ist in vielen Fällen jedenfalls nicht die Lösung. Betrachte ich den Bibeltext, wird mir aber auch bewusst: Der Psalmbeter Asaf spricht von einem Lebensstil, bei dem für den Beter das, was Gott will, genauso wichtig ist wie das, was er selbst will. Könnte es sein, dass das bei manchem unserer Gebete die Schwachstelle ist? Wir möchten gerne, dass Gott unsere Wünsche erfüllt, aber wir umgehen gleichzeitig mit großer Geschicklichkeit seine Wünsche, seinen Willen und seine Gebote. Vielleicht rührt manche Gebetsenttäuschung daher. Gott ist ein Gott, der gerne hilft, der es besser kann als wir, der das große Ganze im Blick hat und uns so führt, dass wir geheilt unser Lebensziel erreichen. Ist das nicht genug, um uns ganz auf ihn auszurichten und so zu leben, dass unser Dank Spuren hinterlässt?

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