Andachten

Andacht

Andacht 08.05.2021

08. Mai 2021 | Thomas Domanyi

Andacht 08.05.2021

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen
den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem
Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward
aus Abend und Morgen der zweite Tag.

War es nur Zufall, die Liebe zur Poesie oder gar pädagogische Absicht? Fest steht, dass der biblische Schöpfungsbericht nicht nur durch seinen Inhalt, sondern auch durch seine Form und literarische Gestalt, die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zieht. Was sogleich ins Auge fällt, ist die „zwiefältige Struktur“ im skizzierten Aufbau der Schöpfungswoche. Die sechs Tage des kreativen Schaffens teilen sich in zwei Hälften von je drei Tagen, die in ihrer inhaltlichen Abfolge eine Symmetrie aufweisen, in dem immer zwei Dinge einander gegenübergestellt werden. Der erste und der vierte Tag (V. 3–5; 14–19) stehen im Zeichen des Begriffspaares Licht und Finsternis; der zweite und der fünfte Tag (V. 6–8; 20–23) haben das Wasser und den Luftraum als Lebensräume im Blick. Der dritte und der sechste Tag (V. 9–13; 24–31) sind der Erde als Lebensraum der Pflanzen, der Landtiere und der Menschen gewidmet. Ist diese ordnende Gestalt Zufall? Die vielfältigen Paarbegriffe stechen dem Leser förmlich ins Auge und machen den Bericht über die erste Schöpfungswoche zu einem Spiegelbild der „Welt in ihrer zwiefältigen strukturellen Erscheinung“. Die Rede ist von: Himmel und Erde (V. 1); Licht und Finsternis (V. 4); Wolken und Meer (V. 7); Sonne und Mond (V. 16) oder Mann und Frau (V. 27). Die Phänomene in ihrer Zwiefältigkeit erinnern den Menschen daran: Du bist nicht allein; du gehörst immer zu jemandem und jemand gehört immer zu dir. Welch ein Reichtum des Lebens. Der Art und Weise, wie der Schöpfungsbericht beschrieben wird, appelliert an den Menschen, nicht allein das Nützliche, sondern auch das Gefällige, das Schöne wahrzunehmen und sich daran zu erfreuen. Das Betrachten und Verstehen von Strukturen und Hintergründen weckt den Sinn für das Feine, die kleinen Dinge. Feinsinn ruft uns zur Zärtlichkeit, dem angemessenen Umgang mit allem Lebendigen. Das adelt den menschlichen Sinn für Kunst, Ordnung und Spiel und offenbart eine Welt voller göttlicher Zeichen und Hinweise. „Und siehe, es war sehr gut.“ (1 Mo 1,31)

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