Andachten

Andacht

Andacht 12.05.2021

12. Mai 2021 | Lothar Wilhelm

Andacht 12.05.2021

Bildnachweis: Mr. Nico / photocase.de

Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Wir alle tragen Kindheitserinnerungen in uns, die uns geprägt haben. Ein Ereignis ist mir jedoch erst nach vielen Jahren so richtig bewusst geworden. In meiner Kindheit mussten wir zweimal fliehen. Zuerst vor dem Krieg aus Ostpreußen, einige Jahre später dann vor der bedrohlich werdenden kommunistischen Herrschaft in der DDR. Beide Male haben wir nur mitgenommen, was wir tragen konnten. Aber was packt man ein, wenn man nur einen Koffer und eine Tasche hat? Meine Mutter nahm immer die Fotoalben mit. Diese Fotos begleiteten mich während meiner Kindheit und Jugend. Ich habe sie auch heute noch. Sie zeigen fröhliche, junge Menschen aus der Königsberger Adventjugend, zu der meine Eltern gehört hatten. Vergnügte Gesichter beim Spielen und Musizieren, bei der Liedmission oder am Ostseestrand. Bilder aus der Zeit der jungen Liebe meiner Eltern. Und Fotos, die uns als glückliche Kinder zeigen, mit den Eltern und Verwandten – eine liebevolle Familie. „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Wir brauchen Zeichen gegen das Vergessen. Wer sich erinnern kann, hat Grund zu Lob und Dank. Die Glaubensväter errichteten Denkmäler aus Steinen an der Stelle, an der sie die Güte Gottes besonders erlebt hatten. Das Volk Israel sollte alles, was der Herr für sie getan hatte, seinen Kindern einprägen, indem sie stetig davon erzählten, wenn sie zu Hause oder unterwegs waren, wenn sie schlafen gingen oder aufstanden (5. Mose 6,5–9). In der Gemeinde Jesu brauchen Jung und Alt den Austausch von Erfahrungen im Glauben und Gemeinschaftserlebnisse, an die sie gern zurückdenken. Obwohl mich die Bilder aus meiner Kindheit mein ganzes Leben begleitet haben, begreife ich erst im Alter, wie bedeutsam sie für mein Leben waren. Sie führen mir vor Augen, wie wichtig eine liebevolle Gemeinschaft ist. Sie haben Glauben und Hoffnung geprägt. Später sind noch mehr Fotos dazu gekommen. Wenn ich sie heute im Computer betrachte, kann ich nur sagen: „Ich will den Herrn loben und nie vergessen, wie viel Gutes er mir getan hat“. Mit den Bildern in meinem Herzen schaue ich voller Dankbarkeit auf ein Leben unter Gottes Führung zurück. Wofür kannst du Gott in deinem Leben dankbar sein?

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