Andachten

Andacht

Andacht 15.05.2021

15. Mai 2021 | Joachim Hildebrandt

Andacht 15.05.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Aber das alles ist von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns
das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. Denn Gott war in Christus und versöhnte
die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns
aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.

Zwei Posträuber wurden 1892 in den USA zum Tode verurteilt. Einer von ihnen, Wilson, sollte aufgrund eines Gnadengesuches verschont werden, doch der Verurteilte lehnte ab. Daraufhin fällte der Richter folgendes Urteil: „Eine Begnadigung ist ein Akt, dessen Vollzug die Annahme der Begnadigung voraussetzt. Sollte sie von der Person, der sie zuteil wird, abgelehnt werden, so sieht der Gerichtshof keine Möglichkeit, den Verurteilten zur Annahme der Begnadigung zu zwingen.“ So wurde auch er hingerichtet, obwohl seine Begnadigung erwirkt war. Die Versöhnung zwischen Gott und Mensch steht im Zentrum der Heilsgeschichte. Das griechische Wort für Versöhnung bedeutet, verfeindete Parteien durch gegenseitige Zuwendung zum Frieden zu führen. Fast alle Religionen erklären, dass die Sünde die Menschen von den Göttern trennt und sie deshalb durch Opfer, Askese oder Gehorsam deren Zorn besänftigen müssen. Das bedeutet, dass Versöhnung mit den Göttern vom Menschen geleistet werden muss. In der Bibel steht etwas anderes: Gott hat diese Welt, also uns Menschen, „mit ihm selber versöhnt“. (V. 19) Das ist möglich, indem er aus Liebe zu seinen Geschöpfen – uns Sündern – Gnade und Vergebung schenkt. Denn „ich habe dich je und je geliebt.“ (Jer 31,3) Dazu musste Gott seinen sündlosen Sohn auf unsere Erde senden. Gottes Gnade ist zwar kein Sündenerlass, doch durch den Stellvertretertod Christi am Kreuz konnten unsere Sünden getilgt und wir von ihrer Knechtschaft befreit werden. Seine unbegreif-liche Liebe gilt für alle Menschen, die Gottes Gnade, sein Opfer am Kreuz, annehmen. Für alle, die allein durch den Glauben ein uneingeschränktes Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit in sich tragen. Jesu Tod am Kreuz ist keine Allversöhnung, sondern unverdiente, aber geschenkte Gnade Gottes. Geschenke kann man annehmen oder ablehnen. Doch kein Mensch geht aufgrund seiner Sünden verloren, wenn er seine Chance ergreift und bis an sein Ende an Gottes Gnade festhält.

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