Andachten

Andacht

Andacht 18.05.2021

18. Mai 2021 | Wilfried Krause

Andacht 18.05.2021

Bildnachweis: lama-photography / photocase.de

Und Esra sprach zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und
sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig
unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.“

„Lieber Esra, hast du noch nichts von gesunder Ernährung gehört? Wie kannst du deine Zuhörer öffentlich auffordern, fett zu essen, süß zu trinken und schließlich noch Außenstehende zu verlocken? Das geht zu weit. Darüber sollten wir dringend reden!“ So oder ähnlich würde wohl jemand reagieren, der unser heutiges Andachtswort losgelöst vom Zusammenhang betrachtet. Was also war zuvor geschehen? Nehemia hatte 445 v. Chr. den Wiederaufbau der Stadtmauer von Jerusalem organisiert. Viele halfen mit, doch es gab auch Widerstand. Eines Tages passierte etwas, wonach sich jeder Bibellehrer sehnt: Esra wurde vom versammelten Volk dazu aufgefordert, „das Buch des Gesetzes des Mose zu holen“ (Neh 8,1) und daraus vorzulesen. Er und andere folgten nur zu gern dieser Aufforderung. Sie lasen Abschnitt für Abschnitt und erklärten das Gelesene so, dass es auch jeder Laie verstehen konnte. An diesem denkwürdigen Tag traf Gottes Wort unzählige Menschen ins Herz. Viele weinten und waren bekümmert, weil sie Gottes Wort in der Vergangenheit gering geachtet hatten. Esra forderte die Traurigen auf, ihren Blick auf den Herrn zu lenken, damit sie mit Freude erfüllt würden. Die Speiseempfehlungen dienten lediglich als Möglichkeit, ihre Freude auszudrücken. Nicht das Essen stand im Mittelpunkt, sondern Gott und sein Wort. Das gilt bis heute. Wir nehmen dankbar Hinweise für eine gesunde Ernährung an, aber dürfen daraus kein neues Evangelium machen. Die Versuchung, hier den Fokus falsch zu setzen, ist erheblich. Vor Jahren gab es Gesundes fast ausschließlich in Reformhäusern und Gemüsegärten. Heute hat jeder Supermarkt ein mehr oder weniger umfangreiches Bioangebot. Essen wird heutzutage zu einer neuen Religion. Das Werben für das ewige Leben darf jedoch nicht an Bedeutung verlieren. Was also weckt und fördert die Freude am Herrn in mir, die ich weitergeben möchte? Es ist die intensive Beschäftigung mit ihm. Inmitten von Menschen, die den Herrn anbeten und loben, wächst meine Freude an ihm besonders. Das macht mich stark, darauf will ich achtgeben.

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