Andachten

Andacht

Andacht 20.05.2021

20. Mai 2021 | Siegfried Öhler

Andacht 20.05.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Da kam Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was für eine Klage bringt ihr vor gegen
diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Übeltäter,
wir hätten dir ihn nicht überantwortet.

Es kommt immer wieder vor, dass ein Unschuldiger eine Gefängnisstrafe absitzen muss. Nach Jahren wird dann erkannt, dass er zu Unrecht verurteilt worden ist und er wird freigelassen; aber die Jahre sind trotzdem dahin. Da ist Pilatus, Statthalter der Römer, ohne seinen Beschluss wird niemand verurteilt. Und da ist Jesus, der von den Oberen des Volkes angeklagt wird. Es ist erschreckend und brutal, welche Anklage sie vorbringen. Er sei ein Übeltäter, er wiegele das Volk auf und er bringe Unruhe in das Gebiet. Pilatus fragt Jesus, wie er zu dieser Anklage steht, doch dieser schweigt. Nur als es um seine Königsherrschaft geht, gibt Jesus Antwort. Pilatus ist überzeugt, dass Jesus unschuldig ist: „Und Pilatus ging wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn heraus zu euch, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde.“ (Joh 19,4). In Matthäus 27,18 lesen wir weiter: „Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überantwortet haben.“ Pilatus kommt aber um eine Entscheidung für oder gegen Jesus nicht herum. Keiner kommt in seinem Leben an Jesus vorbei, ob man an ihn glaubt oder sich gegen ihn stellt. Jesu Lebensgeschichte offenbart, dass er es mit keinem böse meint. Seine Gesinnung offenbart vielmehr Güte und Barmherzigkeit. Er wandte sich den Menschen bewusst zu und half ihnen. Er befreite sie von den Fesseln der Sünde und des Todes. Wir selbst sind durch ihn Kinder Gottes geworden und dazu berufen, in seiner Gesinnung zu leben, wie es in Philipper 2,5 steht. Wie gehen wir mit Menschen um, die von anderen gehänselt, verspottet oder abgelehnt werden? Finden wir das rechte Wort, um ihnen beizustehen, den Mut, um ein Wort der Wahrheit zu sagen, um die Angelegenheit richtig darzustellen? Fangen wir an, nicht nur um die Wahrheit zu wissen, sondern darin zu leben. Sicher ist es nicht leicht, wenn die Mehrheit so wie bei Jesus dagegen spricht. Wir aber sind dazu berufen, andere aufzubauen, zu trösten und Hoffnung zu schenken, damit ihr Leben gelingen kann und sie Freude am Leben haben.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden