Andachten

Andacht

Andacht 25.05.2021

25. Mai 2021 | Joachim Kappler

Andacht 25.05.2021

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern
lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott
dienen und dem Mammon.

Bei diesem Wort Jesu fällt mir der Prophet Elia ein, der damals zum Volk Israel rief: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist’s aber Baal, so wandelt ihm nach.“ (1 Kön 18,21) Der Kult um den heidnischen Götzen Baal hatte sich durch den Einfluss der fremden Völker im alten Israel sehr verbreitet und war zu einer ernsten Bedrohung des Glaubens an den lebendigen Gott geworden. Ganz anders ist die Situation zu der Zeit, in der Jesus lebte. Baal war lange vergessen. Aber auch die aktuellen Götter der Nachbarvölker werden von Jesus nicht erwähnt. Der kulturelle Einfluss der Griechen und Römer war sicher groß, aber ihre Götter wie zum Beispiel Zeus oder Jupiter kommen in den Evangelien nicht vor. Jesus scheint in ihnen keine Konkurrenz zu sehen. Er nimmt einen ganz anderen Götzen ins Visier: Den Mammon. Mit diesem alten aramäischen Wort aus seiner Muttersprache meint Jesus das Geld, den Reichtum. Denn wenn das Geld nicht nur Tauschmittel ist, sondern als Wert an sich betrachtet wird, beginnt es Herrschaft und Macht auszuüben. Vor dieser Gefahr warnt Jesus eindringlich. Das ist auch heute aktueller denn je. Die fremden Völker mit ihren Kulturen und Religionen scheinen keine wirkliche Bedrohung unseres christlichen Glaubens zu sein. Das globale Finanzsystem dagegen will alle Menschen und Völker beherrschen – materiell und in ihren Gedanken. Es ist für uns kaum möglich, sich dem zu entziehen. Trotzdem erwartet Jesus von mir, mich dieser Herrschaft nicht zu unterwerfen. Das erfordert gewissenhafte Selbstprüfung. Denke ich mehr an Jesus und seine Worte oder an all die materiellen Dinge, die ich gern haben möchte? Der Mammon, die globale Finanzherrschaft, wird eines Tages zusammenbrechen, wie es die Offenbarung des Johannes im Kapitel 18 ankündigt. Lasst uns daher schon heute unseren Blick auf Jesus richten und darauf vertrauen, dass er uns alles gibt, was wir brauchen.

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