Andachten

Andacht

Andacht 30.05.2021

30. Mai 2021 | André Zander

Andacht 30.05.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst,
wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. Ich bin
der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht;
denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Fragen nach meiner „Frucht des Geistes“ (Galater 5,22–23) haben mich früher unangenehm berührt. „Wie steht es denn um deine Früchte?“, „Tust du genug, um vor Gott bestehen zu können?“ Solche Fragen empfand ich als aufdringlich, sie machten mir ein schlechtes Gewissen und auch etwas Angst. In der Tat scheint es für einige Christen sehr wichtig zu sein, dass ihre „Früchte“ besonders schnell und gut wachsen und deutlich sichtbar sind – für andere und auch für sie selbst. Aber nicht wenige mögen von Zweifeln geplagt werden, ob ihre „Früchte“ auch gut genug gedeihen. Um die Angelegenheit mit den Früchten auf eine positive und befreiende Weise verstehen zu können, möchte ich einmal bei dem Bild bleiben, das Jesus hier malt: Ein Weinstock oder ein Baum machen sich keine Gedanken, wie sie die Trauben aus den Rebstöcken pressen oder die Äpfel aus den Zweigen! Es geschieht eben, ganz einfach von alleine, quasi automatisch. Die einzige Bedingung ist, dass die Rebe mit dem Weinstock verbunden ist, oder dass der Baum mit dem Erdreich verwurzelt ist. Genauso ist es auch mit uns und unseren „Früchten“. Es ist nichts weiter als die Verbindung, die Beziehung zu Gott, die unsere Früchte hervorzubringen vermag. Wir selbst haben darauf keinen steuernden Einfluss! Andererseits ist dieses „Verbunden-Sein“ doch nichts Passives, etwas worauf wir uns entspannt zurücklehnen können. Es ist eher ein „Verbunden-Bleiben“, so formuliert es auch unser Andachtstext. Es handelt sich mehr um einen Prozess als um einen Zustand, um etwas, das immer wieder unsere Aufmerksamkeit erfordert. Wie können wir es anstellen, dass unsere Verbindung zu Gott aufrechterhalten bleibt? Vor allem, indem wir unsere (oft kostbare) Zeit damit verbringen, in der Stille auf das zu hören, was Gott in uns hineinspricht. Das verändert uns, das macht uns ruhig und gelassen, das schenkt uns Frieden in Gott. Und dann klappt’s auch mit den Früchten – ganz von alleine!

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