Andachten

Andacht

Andacht 01.06.2021

01. Juni 2021 | Daniel Wildemann

Andacht 01.06.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

Jesus betet ein letztes Mal für seine Jünger. In diesem innigen Gespräch ringt er um sie, bringt sie vor Gott den Vater und befiehlt sie ihm an: „Ich verlasse jetzt die Welt und komme zu dir. Sie aber bleiben zurück. Vater, du heiliger Gott, erhalte sie in der Gemeinschaft mit dir, damit sie eins sind wie wir.“ (Joh 17,11 Hfa) Es ist der Wunsch von Jesus, dass seine Nachfolger die gleiche innige Verbindung zu Gott haben, wie er sie pflegte. Dann wechselt der Fokus: „Ich bitte dich nicht, sie aus der Welt zu nehmen, aber schütze sie vor der Macht des Bösen! Sie gehören ebenso wenig zur Welt wie ich.“ (V. 15–16 Hfa) Erklärte Jesus seine Jünger hier etwa zu „Außerirdischen“? Manch einem Außenstehenden erscheint so mancher Christ wirklich, als sei er „nicht von dieser Welt“. Aber war es das, was Jesus meinte? Man hat aus diesem Vers den Auftrag abgeleitet, dass Christen per Definition anders sein sollen als der Rest der Welt. Paulus schrieb an die Christen in Rom: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist.“ (Röm 12,2 Hfa) Ihm ging es dabei um die Frage: Was hat prägenden Einfluss auf unser Denken? Einflüsse sind entscheidend, deshalb legt Paulus den Römern „das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene“ (Röm 12,2) nahe. Jesus formuliert keinen Auftrag, anders zu sein, sondern hält fest: Ein Christ ist anders, er muss es nicht erst werden. Als Kind Gottes und Erbe seines Reiches hat er „hier keine bleibende Stadt“, sondern sucht „die zukünftige“ (Hbr 13,14). Er lebt in einem Zwischenzustand: in der Welt zwar, aber doch nicht voll und ganz dazugehörend. Das kann auch belastend werden: Wo gehöre ich hin? Jesus aber sieht es als Qualitätsmerkmal: Du gehörst zu mir. Du bist Licht und Salz. Du bist ein Geschenk. Du lebst nicht mehr „eindimensional“, nur diesseitig. Unsere Welt kann verführerisch und beängstigend sein. Sie hat die Macht, sich als das Nonplusultra zu präsentieren. Jesus weiß: Sie ist es nicht! Sein Gebet erinnert daran, dass es auch heute ein Mehr gibt. Gott hat uns mit seinem Sohn bereits alles geschenkt (vgl. Röm 8,32). Seien wir offen dafür, beschenkt zu werden, und beschenken wir andere.

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