Andachten

Andacht

Andacht 03.06.2021

03. Juni 2021 | Peter Zaiser

Andacht 03.06.2021

Bildnachweis: cdk / photocase.de

Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt
und haben dich gekleidet? Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und
sind zu dir gekommen? Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich
sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr
mir getan.

Nicholas Winton, damals 79 Jahre alt, wurde 1988 in die britische Show Thats Life eingeladen. Er saß in der ersten Reihe, doch wusste gar nicht wieso. Dann kam Moderatorin Esther Rantzen auf ihn zu sprechen. Sie blätterte in einem alten Album, in dem Bilder und eine Liste von jüdischen Kindern waren, die zwischen 1938 und 1939 von Tschechien nach England gerettet wurden. Winton hatte Adoptivfamilien gesucht, Spenden aufgetrieben, die bürokratische Abwicklung organisiert und damit 669 Kindern das Leben gerettet. Er selbst verschwieg sein Engagement, aber nach 50 Jahren fand seine Frau das Album auf dem Dachboden ihres Hauses und wandte sich an Journalisten, ohne ihren Mann zu informieren. Die Moderatorin begrüßte eine Person, die auf der Liste war: „Vera Diamant, seien Sie herzlich willkommen!“ Diamant saß links neben ihrem Retter, drehte sich zu dem überraschten Winton um und fiel ihm um den Hals. Dann ergriff eine Dame rechts von Winton das Wort und zeigte die Papiere, die sie damals von ihm erhielt, um nach England reisen zu können: „Ich bin ein weiteres Kind, das sie gerettet haben.“ Die Moderatorin fragte: „Gibt es noch Personen im Saal, die Nicholas Winton ihr Leben verdanken?“ Die ersten fünf Reihen erhoben sich. Winton drehte sich um und sah rund 60 Personen, die mit strahlenden Gesichtern hinter ihm standen. Mit den Nachfahren der Geretteten verdanken insgesamt rund 6000 Menschen Winton ihr Leben. Vera Diamant sagte: „Zu meiner großen Freude konnte ich dem Mann von Angesicht zu Angesicht begegnen, der mein Leben gerettet hat.“ Weltweit gibt es Menschen, die diesen Rettersinn haben. Jesus wird sie eines Tages als seine Kinder begrüßen. Vielleicht kennen sie ihren Erlöser nicht, aber sie haben auf die Stimme des Heiligen Geistes gehört. Wir werden nicht durch unsere guten Taten gerettet, aber Barmherzigkeit mit den Fremden, Armen, Kranken und Gefangenen zeigt, welcher Geist uns antreibt. Wenn es Gottes Geist ist, dann sind wir auch seine Kinder.

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