Andachten

Andacht

Andacht 06.06.2021

06. Juni 2021 | Sieglinde Wilke

Andacht 06.06.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

In meiner Jugend konnte ich den ganzen 23. Psalm auswendig. Heute würden mir einige Passagen entfallen, aber er ist und bleibt der wohl beliebteste Psalm aus der Feder des Psalmdichters David. Neulich blieb ich gleich beim ersten Vers stecken. Menschen unserer Zeit können möglicherweise kaum etwas damit anfangen: Der Herr ist mein Hirte. „Ja, sollen wir uns jetzt etwa alle mit der Schafzucht beschäftigen?“, höre ich sie argumentieren. Der Herr ist kein anderer als Gott, der allmächtige Herrscher des Universums. Und dieser König ist gleichzeitig mein Hirte, extra und exklusiv für mich. Das bin ich ihm wert. Hirte, das klingt so nach Landwirtschaft in früheren Zeiten, wo man Hirten tagtäglich mit den Herden auf den Wiesen und Feldern im ländlichen Raum antraf. Heute würde man vielleicht „väterlicher Mentor“ sagen, einer, der sich kümmert, der den Überblick hat, der weiß, worauf es ankommt, und der sich auskennt. Mir wird nichts mangeln. Das halten doch die meisten für ein Gerücht. Denn fast jeder meint, Bedürfnisse zu haben, die er noch nicht stillen konnte. Bei dem Mangel, den der Psalmdichter beschreibt, muss es um etwas gehen, das umfänglicher, ganzheitlicher zu verstehen ist als beispielsweise Hunger, Durst, Müdigkeit oder Armut. Dinge, die der Kümmerer und väterliche Mentor seinem Schützling schenken möchte. Wir springen nun in das Lukasevangelium, denn in Lukas 10 greift Jesus das Bild des guten Hirten auf. Er sagt von sich selbst, er sei der gute Hirte, der seine Schafe beschützt und sogar sein Leben für sie riskiert. Ich glaube, das ist es, was im zweiten Teil des Verses gesagt werden soll. Er schenkt mir alles, was ich für ein glückliches Leben brauche – Leben, das über dieses Erdenleben hinausgeht. Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln. Das ist Evangelium in zwei Sätzen. Sie sind so einfach und doch so voller Kraft, Hoffnung und Poesie. Das ist einfach großartig!

Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht. Johannes 3,16 NGÜ

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