Andachten

Andacht

Andacht 07.06.2021

07. Juni 2021 | Chantal J. Klingbeil

Andacht 07.06.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.

Die Judäische Dattelpalme dominierte Palästina für Tausende von Jahren. Sie spendete Schatten gegen die heiße Sonne und ihre süßen Früchte waren ein wichtiger Teil einer ausgewogenen Ernährung der Menschen, die in diesem Teil der Welt lebten. Die Judäische Dattelpalme stand aber nicht nur für eine gute Ernährung, sondern war auch ein Symbol göttlichen Segens. König David gab sogar einer seiner Töchter den Namen Tamar, was die hebräische Bezeichnung der Dattelpalme ist. Als die römischen Armeen im Jahre 70 n. Chr. in Judäa einmarschierten, zerstörten sie alles Essbare und fällten alle Dattelpalmen, um die Nahrungsversorgung der jüdischen Rebellen zu unterbinden. Leider war das der Anfang vom Ende der Judäischen Dattelpalme. Reisende berichteten im 5. Jahrhundert n. Chr., dass sie kein einziges Exemplar mehr fanden. In den nächsten 1500 Jahren existierte die Palme nur noch in Legenden und auf alten Bildern. Allerdings veränderte sich das schlagartig, als Archäologen bei der Ausgrabung von Masada (einer Wüstenfestung von Herodes in der Nähe des Toten Meeres) einen Krug voller Dattelpalmensamen fanden. Der Krug lag 40 Jahre lang in einer Schublade der Universität von Tel Aviv, bis sich ein Biologe 2005 entschloss, einen Dattelpalmensamen einzupflanzen, um herauszufinden, ob noch irgendetwas wachsen würde. Acht Wochen später sah man den ersten grünen Spross aus dem Boden kommen – das einzige lebende Exemplar einer Judäischen Dattelpalme. Zehn Jahre später war die Palme, die „Methuselah“ getauft wurde, schon drei Meter hoch und begann, Pollen zu produzieren. Biologen fanden heraus, dass es sich um eine männliche Pflanze handelte, und pflanzten weitere Samen, die in archäologischen Ausgrabungen gefunden worden waren, in der Hoffnung, dass auch eine weibliche Pflanze dabei wäre. Lange Durststrecken auszuhalten, kann ziemlich entmutigend sein. Gerade wenn wir keine Antwort auf unsere Gebete sehen, fällt das Warten nicht immer leicht. Doch wir können sicher sein, dass der Schöpfer der Dattelpalme auch heute noch Wunder wirkt – in seiner Zeit, wenn wir nicht nachlassen, ihm zu vertrauen, auf ihn zu harren und zu warten. 

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