Andachten

Andacht

Andacht 18.06.2021

18. Juni 2021 | Hartwig Lüpke

Andacht 18.06.2021

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Jesus sah ihn voller Liebe an. Er sagte zu ihm: „Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe alles,
was du hast, und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben.
Und dann komm und folge mir nach!“

Michael Trowitzsch berichtet in seinem Büchlein Christus allein (Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2018, S. 209) vom Erlebnis einer Bischöfin: „Ein Telefongespräch wird zu ihr durchgestellt. Sie meldet sich, und der Anrufer sagt: ‚Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich der Messias bin.‘ Nach kurzer Verblüffung sagt sie: ‚Oh, der ist schon mit Jesus in die Welt gekommen.‘ Der Anrufer darauf: ‚Und wer bin ich dann?‘ – Sie: ‚Wie wäre es mit: ein Nachfolger Jesu?‘ – Der Mann ist zufrieden und sagt: ‚Danke, das geht auch.‘ Und legt auf.“ Ich brauche kein Christus zu sein und kann es auch gar nicht. Nachfolger Jesu zu sein ist wirklich genug. Es ist das Beste und Schönste, das, was am weitesten in die Zukunft reicht. Nachfolge heißt: Ich habe mich Jesus anvertraut, gehe dorthin, wo er hingeht, bleibe da, wo er sich aufhält, und was er meidet, dem gehe auch ich aus dem Weg. Es ist tiefes Glück, schenkt inneren Frieden und eine Gelassenheit, die entsteht, wenn man einen zuverlässigen und kompetenten Freund an seiner Seite hat. Ein Nachfolger Jesu weiß: Ich gehöre Christus, er liebt mich, er kennt den besten Weg für mich und führt mich bis nach Hause. Nachfolge allerdings, auch das ist wahr, geschieht nicht nur so nebenbei, ist „kein Spaziergang durch einen Kurpark“ (G. Bergmann). Die erlösende, begleitende und reinigende Liebe Jesu ist das Geheimnis unserer Rettung und unserer Nachfolge. Manchmal mag uns die Frage bedrängen: Genügt unserem Erlöser, wie wir unser Leben führen? Genügt ihm unsere Frömmigkeit, unser Gehorsam? Genügen wir ihm als Mensch? Ich muss bekennen: Mein Leben und meine Liebe waren bisher ungenügend, mein Gehorsam wies immer wieder Lücken auf. Muss ich mich nun aufreiben, entmutigen und niederdrücken lassen von diesem „ungenügend“? Oder soll ich noch einen Gang zulegen in meinem Eifer? Aber müsste ich am Ende nicht doch resignieren? Ich gestehe: Mein Bemühen (ja, ich bemühe mich) ist zu mangelhaft. Aber ich vertraue darauf: „Gott ist’s, der es schafft.“ (ghs 422,4)

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