Andachten

Andacht

Andacht 24.06.2021

24. Juni 2021 | Beate Strobel

Andacht 24.06.2021

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch
Ruhe geben.

Ich schaue mir gerne die Olympischen Winterspiele im Fernsehen an. Es macht mir Spaß, so viele Spitzensportler aus so vielen Nationen vereint zu erleben. Das ist schön in einer Welt, in der es unzählige Konflikte gibt. Das olympische Motto „Höher, schneller, weiter“ gibt mir manchmal aber auch zu denken. Wann sind die Grenzen der Leistungsfähigkeit erreicht? Die Sprünge und Rennen erinnern mich an meinen Alltag. Auch da geht es oft um das Motto „Höher, schneller, weiter“. Alles wird hektischer und schneller. Ruhige Menschen trifft man nur noch selten. Kann man denn ein Leben so führen, als wäre man ständig auf der Piste beim Superski? Irgendwas leidet dann doch. „Man soll nicht schneller unterwegs sein, als die Seele es erlaubt“, sagt ein indianisches Sprichwort. Das heißt, manchmal müssen wir mitten im Rennen haltmachen. Immer nur Olympia macht einen fertig. Wie kriegt man das hin? Ich versuche, zwischendurch Dinge zu tun, die ich normalerweise nie täte. Zum Beispiel, mich an der längeren Warteschlange vor der Kasse anzustellen, damit ich mehr Zeit zum Nachdenken habe. Oder Danke zu sagen für einen Stau, weil der mich zur Ruhe zwingt. Für das Durchbrechen des „Höher, schneller, weiter“ muss man sich bewusst entscheiden. Sogar olympische Geschichten zeigen zwischendurch, wie das geht: Es gibt Bilder, wo ein Sportler dem anderen aufhilft und dadurch seine gute Platzierung verliert. Das Helfen ist ihm wichtiger, als vorbeizulaufen und Erster zu werden. Mich haben oft die Krisen aus dem gewohnten Rennen herausgeholt, deshalb empfinde ich Krisen nicht nur als schlecht. Ich merke, dass es auch ohne mich weitergeht, dass auch andere da sind. Im Stillwerden vor Gott wird mir bewusst, dass Jesus stellvertretend für alle Menschen am Kreuz starb, um sie von sämtlichen Vorwürfen zu entlasten. Gott setzt mich nicht unter Druck, der oder die Beste sein zu müssen, er ist auf meiner Seite, ohne zu bewerten, und macht mit mir eine Pause, wenn ich schwächle. Und er ruft mir ins Gedächtnis, was Jesus gesagt hat: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“ Ruhe für wichtigere Dinge, zum Beispiel für die Liebe. Denn die bleibt, sagt die Bibel.

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