Andachten

Andacht

Andacht 25.06.2021

25. Juni 2021 | Rainer Knoll

Andacht 25.06.2021

Bildnachweis: Macavity / photocase.de

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt
habe, damit auch ihr einander lieb habt.

Kinder freuen sich, wenn sie den Eltern etwas Schönes und Wichtiges zeigen können. Das erste Lächeln, der erste Blickkontakt, das Zugreifen mit der Hand, das erste gelallte Wort, das erste bekritzelte Blatt Papier. Welche Eltern sind nicht stolz und begeistert und ermuntern ihr Kind zu weiteren Leistungen? Mein zweijähriger Bruder freute sich so sehr, unseren Vater am Abend zu begrüßen, dass er seine Arme ganz plötzlich hochriss. Der Stein, den er festhielt und vorzeigen wollte, rutschte heraus und ein großer Spiegel ging hinter ihm zu Bruch. Unmöglich, ein solches Stück in der DDR im Jahr 1954 zu ersetzen. Meine Mutter war sauer und wollte ihr Kind bestrafen. Aber wofür eigentlich? Für die Freude, den geliebten Vater zu sehen oder den entstandenen Schaden? Mein Bruder bekam am Ende keine Strafe, weil die Liebe meiner Eltern größer war als die Enttäuschung über den kaputten Spiegel. Jesus gibt uns in dem heutigen Bibeltext ein neues Gebot, oder vielmehr eine Richtlinie, die wir zu beachten haben. Es ist nur verständlich, dass an anderer Stelle jemand fragt: „Welches ist das höchste Gebot im Gesetz?“ Jesus antwortete: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt … Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mt 22,36–39) Werden nicht mit diesem höchsten Gebot alle anderen erfüllt? Dem Text aus Johannes 13 folgt in Vers 35: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Das ist es also: Weder an der richtigen Lehre – so wichtig sie auch sein mag –, einer festen Überzeugung, noch an besonderer Musik mit besonderen Instrumenten sind Kinder Gottes erkennbar, sondern an der Liebe zu Gott und untereinander. Ich wünsche dir heute Sonne im Herzen, wenn es regnet, ein freundliches „Guten Morgen“ für den grimmigen Nachbarn, einen schönen Gedanken nach einem hässlichen Telefonat; einfach Liebe für Gott, deinen Nächsten und dich selbst.

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